Beach BoysJungs sind einfach nur

© Michael Reh: Men in Motion

Ist es wunderlich, sich in ein Flugzeug zu setzen, sich ein paar Stunden Holzklasse anzutun und sich in billige Hotels einzuquartieren, nur um dann alleine an einem Strand sitzen und keinen Kontakt haben zu wollen? Vielleicht. Aber so ist es eben. Ich will mich vollsaugen können mit dem, was ich da sehe. Ich glaube, es liegt daran, dass ich sie beneide. Wie ausgelassen sie sind! Wie in sich selbst zu Hause! Wie frei sie lachen können!

Hin und wieder versuche ich mir vorzustellen, wie es wäre, selbst in so einem Jungs-Körper zu stecken. Im Sommer einfach hochzuschießen, sobald die Sonne aufgegangen ist, sich einmal durchs Haar zu fahren und dann mit den anderen Jungs an den Strand zu ziehen. Keinen Gedanken daran zu verschwenden, wie man aussieht, ob man gut genug aussieht.

Nie Bauchkrämpfe zu haben, es sei denn von zu viel Eis. Niemals einen einzigen Gedanken daran vergeuden zu müssen, ob man sich das, was man tut, auch leisten kann. Rumlaufen, einen Fußball kicken, ins Wasser springen, wenn es zu heiß ist, und sich hinterher abschütteln. Jungs sind einfach nur.