Bekenntnisse zum Casual DatingDeutsche stehen auf lockeren Sex statt Beziehung

© Diego Cervo/C-Date
Beziehung ist out – unverbindlicher Sex ist in. Statt umständlichem Vorgeplänkel, Dates bis zum ersten Kuss und langem Kennenlernen kommen immer mehr Deutsche lieber gleich zur Sache. Althergebrachte Dating-Praktiken? Vergessen. Stattdessen verabreden sich Liebeshungrige zum unverbindlichen Sex übers Internet: „Hallo, ins Bett und tschüss!“ Casual Dating ist angesagt.

Diese Erkenntnisse liefert zumindest eine aktuelle Umfrage der Dating-Plattform C-Date.de unter 8239 Befragten in 12 Ländern. Mehr als die Hälfte der befragten Deutschen wünscht sich demnach mehr unverbindlichen Sex. Sie liegen damit im weltweiten Vergleich auf Rang zwei, nur Brasilianer sind noch heißer auf schnelle Liebesabenteuer.

Der so genannte Casual Sex ist vor allem bei Männern beliebt, zwei Drittel stehen auf unverbindliche Bettbekanntschaften. Aber auch viele Frauen haben damit kein Problem, 40 Prozent sind nicht abgeneigt. C-date.de-Gründer Heinz Laumann erklärt dieses Phänomen: „Casual Dating ist salonfähig und in der breiten Gesellschaft angekommen, sonst würden nicht so viele Befragte ihre Casual-Sexaktivitäten zugeben.“ 

© Marcel Sauder/C-Date
Das Internet macht es den Befragten heutzutage meist leicht, den passenden Partner für die schnelle Nummer zu finden. Dating-Portale, Swinger-Communities, Single-Börsen, ja sogar eine spezielle Facebook-Anwendung  für Sex unter Freunden führen ohne Umschweife zum Ziel. Auch Micaela Schäfer bekennt sich offen zu den lockeren Verabredungen. "Casual Sex ist wie für mich gemacht“, sagt sie.

Für einen Freund oder eine Beziehung fehle der freizügigen Sexbombe die Zeit. „Ich bin sehr beschäftigt, weshalb eine Beziehung ohne Verpflichtungen genau mein Ding ist“, so das durch „Germany’s next Topmodel“ bekannt gewordene Erotikmodel. Auf Dating-Portalen im Internet müsse man sich nicht dauernd rechtfertigen und die Absichten seien klar.  Und auch, wenn es später zur Sache geht, hat Micaela klare Vorlieben. Die Reiterposition mag sie nicht: „Das ist mir viel zu anstrengend und bei der Cowboy-Stellung sieht man den Mann die ganze Zeit.“ Wenn das mal nicht eine klare Ansage an alle Cyber-Cowboys ist!

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papamoll  |  13.06.2013 18:43
Vom Internet ins Bett?
"Ich fürchte, die Singlegesellschaft hat noch gar nicht realisiert, in welch massivem Umfang die medialen Möglichkeiten der Partnersuche unsere Art des Kommunizierens schon verändert haben“, schrieb mir neulich eine Leserin des Buches „Hauptsache Sex – Betreff: Geheime Lust – ein E-Mail-Verkehr“ von Juno Februata (Pseudonym) Es geht hier nicht nur um Verbalerotik und das Bemühen, jemanden kennenlernen zu wollen, sondern auch um reale Treffen, die manchmal zustande gekommen sind, aber manchmal eben auch nicht. „Seitensprung ist Therapie“, glaubt Juno Februata. Die Männer im Buch sind ganz unterschiedlich. Manche sind verheiratet - und treffen sich trotzdem mit anderen Frauen. Manche kommen vom Land, manche aus der Stadt, wieder andere sind echte Globetrotter – und verabschieden sich mal eb

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