Das Geheimnis der ErotikWünsche der Liebhaber

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Sie machen ja alles. Fulminante Blowjobs, Palstek-Knoten, all die Tricks aus den Handbüchern für die perfekte Liebhaberin, und für jeden Orgasmus, den sie bekommen, geben sie zwei zurück. Als wollten sie etwas beweisen. Oder als hätten sie Angst, verlassen zu werden, wenn sie nicht alles geben.

Manchmal wirkt es sogar, als hätten sie Spaß dabei. Oder den Glücksgefühlsrausch, mächtig zu sein und glamourös verworfen. Oft aber wirken sie gehetzt, nervös. Als müssten sie die To-do-Liste der erotischen Pflichten abarbeiten. Oder als dächten sie, sie wären Männern etwas schuldig. Man kann sich nicht wirklich beklagen, wieso auch, es ist ja gut, es mit so viel Engagement und Expertise besorgt zu bekommen.

Aber manchmal würde man ihnen gern zuflüstern: Bitte, lass doch. Tu gar nichts. Du musst dich doch nicht anstrengen für mich. Lass dich treiben. Ich finde dich doch auch scharf, wenn du nichts tust und mich alles machen lässt. Mir Zeit gibst, dich anzusehen, genau anzusehen, du weißt schon, was ich meine. Um dann mit den Händen, der Zunge und allem anderen auch nachzukommen. Nichts ist heißer als eine Frau, die das allerletzte Tabu bricht, keine Leistung bringen zu müssen. Und nur noch ein Körper ist, der sich seiner Lust hingibt.

Liebhaber wären dankbar dafür. Jedenfalls, wenn sie gute Liebhaber sind. Es muss ja nicht jedes Mal sein. Aber hin und wieder wäre es schön. Weil Männer immer noch gern erobern. Und weil Frauen nie nackter, nie schamloser sind, als wenn sie nichts tun. Und alles mit sich machen lassen.

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Wünsche der Liebhaber