Flirttipps für KerleAufgepasst, liebe Männer: Flirtet mit dem Körper!

[kein Linktext vorhanden]Sich verlieben, flirten und dann – hoffentlich – auch erfolgreich sein. Ob der Flirt zu einem Date führen soll, zum One-Night-Stand oder in den Hafen der Ehe ist individuell. Doch eines spielt immer eine ganz besondere Rolle: die nonverbale Sprache. Es treffen sich Blicke. Eigenberührungen senden ebenso Signale wie die Fußspitzen. Und – ein kleines Signal des Körpers kann alles zerstören wenn zwei flirten.

Wie Männer am besten an ihr Ziel kommen? Was die Flirtchancen steigert und welche Gesten sie zerstören? Körpersprache-Experte Michael Moesslang macht den Bodycheck:

Männer scannen Frauen

Beginnen wir mit der klassischen Situation, in der er sie an der Bar, auf der Tanzfläche oder im Café entdeckt. Dass Männer erst einmal den Körper der Frau scannen ist nichts Neues. Studien belegen sogar, dass Männer das selbst dann tun müssen, wenn Sie es bewusst vermeiden wollen, weil es beispielsweise unhöflich oder plump wäre. Nun beginnen zwei parallele Prozesse. Das, was er bewusst versucht, um Ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen und das, was dabei unbewusst passiert.

Männer sprechen weitgehend unbewusst mit ihrem Körper

© REUTERS
Der allergrößte Teil der Körpersprache wird weder vom Körpersprecher selbst bemerkt, noch vom Gegenüber bewusst wahrgenommen. Trotzdem spielt es unbewusst eine immens große Rolle, viel stärker als alle Worte. Dabei kann die Körpersprache die Worte unterstützen, wenn sie stimmig eingesetzt wird. Sie kann die Worte sogar ersetzen. Ein Nicken ist ebenso aussagekräftig wie die Dauer eines Blickes oder die vielen kleinen unbewussten Signale von Fußspitzen, Händen oder Schultern. Körpersprache kann die Worte jedoch auch als bedeutungslos und falsch entlarven.

Denn Körpersprache zeigt immer in Echtzeit die Gefühle, Gedanken und Absichten eines Menschen. Und die eigenen körpersprachlichen Fähigkeiten lassen sich bewusst verbessern. Vieles wird auf der Ebene der Körpersprache trotzdem verraten, weil es unbewusst und kaum zu kontrollieren ist. Dabei nehmen Männer sowohl die eigenen als auch die Signale ihres Gegenübers wesentlich weniger wahr als Frauen.

Flirttipp 1: richtig Posen statt nur Bauch einziehen

Wenn ein Mann eine attraktive Frau wahrnimmt, verändert er sofort seine Körpersprache. Aber Mal ehrlich, liebe Männer, ist Ihnen das bewusst? So werden zum Beispiel nachweislich der Bauch eingezogen und die Haltung aufgerichtet. Dabei muss nicht einmal echtes Interesse vorhanden sein. Sich größer zu machen, ist jedoch ein Ausdruck von Stärke und eine Aufwertung.

Will er das Interesse auf sich ziehen sind mögliche Strategien eine erhöhte Bewegungsfrequenz, bewusst heldenhafte Taten wie beispielsweise eine besonders deutlich demonstrierte Hilfsbereitschaft einem dritten Menschen gegenüber, oder – je nach Typ – bewusst Stärke demonstrieren und sich damit als Chef zeigen. Als „Chef“ kann er schon Mal besonders deutlich andere herabsetzen, in der Hoffnung, dass sie seine Stärke zu schätzen weiß.

Mal eben mit dem Scirocco oder Porsche – je nach Geldbeutel – etwas aufs Gas treten, eine heiße Tanznummer aufs Parkett legen oder sich in der Besprechung besonders hervorheben. Das Alpha-Gehabe zieht ebenso wie die Hilfsbereitschafts-Nummer – bei der jeweils entsprechenden Frau.

Flirttipp 2: Hände aus den Hosentaschen

Was in beiden Fällen nicht ankommt sind Unsicherheiten, die über das normale Maß hinaus gehen. Überspielt er sie zu stark, wirkt das arrogant bis lächerlich. Der coole Auftritt ist eben gar nicht so cool, wenn die Hände in den Hosentaschen sein tatsächlich unsicheres Befinden verraten.

Flirttipp 3: Umarmungen wohl dosieren

© Colourbox.de
Untersuchungen haben gezeigt, dass Männer auf die meisten Frauen ganz besonders attraktiv wirken, wenn andere Frauen ihn ebenfalls interessant finden. Wenn er also von anderen Frauen umgeben ist, eine Kellnerin oder Bekannte zur Begrüßung freundlichst umarmt, ist das zweischneidig. Denn die Frau, die er gewinnen möchte, wird sich wenig wertgeschätzt fühlen, wenn er das tut. Und doch steigert es gleichzeitig seinen Wert.

Flirttipp 4: Authentizität gewinnt

Zu den No-gos im Bodycheck: Es ist ganz einfach, was nicht funktioniert. All das, was künstlich, gespielt und aufgesetzt wirkt. Wer also cooler, männlicher, selbstsicherer oder dominanter wirken will, als er ist. Und all das, was Cooles, Männliches, Selbstsicheres und Dominantes vermissen lässt. – Oha, jetzt ist wieder alles unklar? Nein, es geht schlicht um das richtige Maß der Dinge und um natürliches Auftreten.

Deshalb, liebe Männer einfach so sein wie immer. Denn das ist doch der Typ, in den sie sich verlieben soll, oder? Kein cooler Spruch gepaart mit einer besonders lässigen Bewegung. Einfach natürlich bleiben.

Flirttipp 5: nicht lang abchecken, lieber schnell ansprechen

Wenn Sie sie sehen, gehen Sie einfach auf sie zu – am besten sofort, denn das Abchecken und Warten verunsichert Sie noch mehr und sie merkt es womöglich – und sprechen Sie sie mit dem an, was gerade zur Situation passt. Das Wichtigste dabei: lächeln Sie! Das vergessen die meisten Männer in dieser Situation. Öffnen Sie Ihre Hände und Ihren Oberkörper, so als begrüßten Sie eine alte Bekannte – aber bitte nicht übertreiben!

Setzen Sie Ihre Hände als unterstreichende Gestik ein, wenn Sie sprechen. Wenden Sie sich ihr mit Ihrem Oberkörper offen zu. Blicken Sie ihr direkt in die Augen, ohne sie anzustarren. Beherrschen Sie sich, nicht anderen nachzuschauen. Und nochmals: lächeln Sie!

Flirttipp 6: vorsichtige Abstandsmessung

„Verkaufen“ Sie sich nicht. Also erzählen Sie nicht, welch toller Typ Sie sind, sondern fragen Sie. Lassen Sie sich dabei unbedingt ansehen, dass Sie sich für die Antworten tatsächlich interessieren. Bleiben Sie am Anfang noch auf Abstand und kommen Sie ihr erst stückweise näher, wenn sie Ihnen das gestattet – oder besser noch, wenn sie Ihnen ebenfalls näher kommt.

© dpa/Andrew Gombert
Hugh Jackman bei der 'X-Men'-Premiere in New York.
Flirttipp 7:  Lächeln, bitte!

Unbewusstes kann auch schaden: Vermeiden Sie, dass Ihr Körper Dinge macht, die er aufgrund der Situation macht. Also Haltung, Mimik und Gestik, die kleiner oder unsicherer wirkt, weil Sie eben angespannt und nervös sind. Neben den Händen, die Sie nirgends einhaken oder verbergen sollten, sind das beispielsweise spielende Finger, hektische Selbstberührungen, ausweichende Blicke, hängende Schultern oder kleinere oder fehlende Gestik. Oder fehlendes Lächeln.

Ein Tipp zuletzt: Übung macht den Meister. Erwarten Sie nicht, dass Sie beim nächsten Mal gleich mit der verbesserten Körpersprache Rihanna abschleppen können.

 

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Video / 1:23 Min. / AMICA Online/Wochit

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