Geheime SexwünscheStehen Frauen wirklich auf Fesselspiele?

© Colourbox.de

Was Frauen im Bett wirklich wollen – diese Frage beschäftigt die Welt seit dem Erfolg des Bestsellers „Shades of Grey“. Denn in dem Erotikroman, der sogar öfter verkauft wurde als „Harry Potter“, geht es um harte Sadomasopraktiken. Mehr als eine Million Deutsche verschlangen die Geschichte rund um Fesselspielchen, der zweite Band (Erscheinungsdatum: 24. Oktober 2012) wird wohl ähnlich viele sprichwörtlich fesseln. Hat Blümchensex also ausgedient? Wollen Frauen sich lieber unterwerfen? Eine Umfrage des Casual-Dating-Portals „Secret“ widmet sich genau diesen Fragen, beziehungsweise den weiblichen Vorlieben beim Sex.

Das Ergebnis: Zärtlichkeit liegt immer noch ganz hoch im Kurs. Zu den Top fünf der erotischen Fantasien von 184.502 Befragten gehören Oralsex, Kuschelsex und Massagen, gefolgt von Liebesspielzeug und Sex an öffentlichen Orten. Am wichtigsten ist für sämtliche Frauen immer noch das Küssen.

Die meisten Frauen beschreiben sich selbst als romantisch. Je älter die Frauen werden, desto eher ordnen sie sich dem romantischen Typ zu (47 Prozent der über 50-Jährigen). Je jünger sie sind, desto experimentierfreudiger geben sie sich (42 Prozent der 18- bis 29-Jährigen) sind sie.

Die Liebe zur Zärtlichkeit schließt nicht aus, dass Frauen Bondage-Erotik nicht auch gerne einmal ausprobieren würden. Dreiviertel der 30- bis 50-Jährigen würden sich durchaus festbinden lassen. Bei den 18- bis 29-Jährigen ist es ein Drittel. Tabu sind Fesselspiele nur für einen geringen Anteil der „Secret“-Mitglieder – nämlich für zehn Prozent der 18- bis 29-Jährigen, 15 Prozent der 30- bis 50-Jährigen und 25 Prozent der über 50-Jährigen. Weniger gefallen jedoch SM-Praktiken wie Auspeitschen. Nur vier Prozent der 18- bis 29-Jährigen wollen das „unbedingt“.

Gruppensex, Latex und Partnertausch werden am seltensten von Frauen gewünscht. Die Herren mögen es aber ganz gerne, intime Momente zu filmen oder zu fotografieren. Und: Während das zarte Geschlecht sich eher devot als dominant gibt, ist es bei den Männern passenderweise umgekehrt.