Haltung, bitteKeine Chance für Rumpelstilzchen

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5. Gefühlsausbrüche im Business verhindern in der Regel jegliche Konfliktlösung. Ein Vorgesetzter, der unter Stress zum Rumpelstilzchen mutiert, gilt sehr schnell als unzurechnungsfähig und kann nicht wirklich erwarten, weiterhin ernst genommen zu werden.

6. Emotionalität als Stilmittel lässt sich gezielt einsetzen. Einmal! Wenn der Graf von Lerma in Schillers „Don Carlos“ sagt: „Der König hat geweint!“, läuft den Umstehenden ein Schauer über den Rücken. Im Wiederholungsfall würden sie ihn für eine Heulsuse halten.

7. Natürlich fühlen Sie sich hinterher besser, wenn Sie „das alles“ mal richtig rauslassen. Das Problem ist: „Das alles“ – also Ihr Frust, Ärger, Liebeskummer, Ihre Magenschmerzen – interessiert die wenigsten. Stündlich vermeldete Gefühlsstände wirken auf Mitmenschen ermüdend. Deshalb ist es besser, „das alles“ bleibt drin.

8. Es macht keinen Sinn, in einer Auseinandersetzung mit dem Holzhammer klären zu wollen, „wie es wirklich war“: Wenn zwei das Gleiche erleben, ist es nie dasselbe. Pfeifen Sie öfter auf detailversessene Klärungsorgien. Das schont die Nerven und wirkt großzügig. „Erstaunlich, wie Sie diese Angelegenheit so ganz anders empfunden haben“, ist immer noch der beste Schlusssatz eines Streits.

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Keine Chance für Rumpelstilzchen