HilfsbereitschaftWie sage ich nein?

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Wie sage ich nein?

Es gibt Hardcore-Ratgeber, die meinen, ein schlichtes, ruhiges, festes Nein genüge. „Danke, ich möchte nicht mitkommen.“ Oder: „Ich mag heute lieber keinen Nachtisch.“ Keine langen Erklärungen, Entschuldigungen, Rechtfertigungen – das würden die Ja-Geier nur ausnutzen, um Sie doch noch zu bequatschen.

Aber im Normalfall, wenn Sie nicht mit viel Widerstand rechnen, ist es höflicher, eine Erklärung mitzuliefern, damit der andere sich nicht zu sehr zurückgestoßen fühlt. Bei einem abgesagten Dinner ist es geradezu Pflicht, die Freundlichkeit der Einladung mit der Freundlichkeit einer begründeten Absage zu erwidern. Wenn Sie einfach bloß keine Lust haben, erfinden sie wenigstens eine passende, unüberprüfbare Ausrede: „Ich muss zu einer Testamentseröffnung. Der
liebe Onkel …“ Oder: „Ich habe einen wichtigen Termin, zu dem ich nichts sagen darf. Sowie es spruchreif ist, erfährst du es als Erste.“

Seien Sie in jedem Fall eindeutig: Wischiwaschi-Antworten wie „Ich versuch’s“ wecken nur falsche Hoffnungen.