Interview mit Collien Ulmen-Fernandes„Christian und ich haben keine Freunde“

Text: Andrea Vodermayr

[kein Linktext vorhanden]Sie ist Moderatorin, Schauspielerin, Model, Ehefrau und Mutter: Collien Ulmen-Fernandes. Mit ihrem Mann, dem Schauspieler Christian Ulmen und dem gemeinsamen Kind (knapp zwei Jahre alt) lebt die zierliche Powerfrau in Berlin. Zwischendurch war die 32-Jährige zu Besuch in München, genauer gesagt im Hotel „Sofitel Bayerpost“. Dort stand sie für die neue TNT Glitz Eigenproduktion „No Ruhmservice“ (immer montags um 21.45 Uhr auf TNT Glitz) vor der Kamera.

In dem neuen TV-Format empfängt Moderatorin und Talkerin Andrea Guenther unter dem Motto „Ein Hotelzimmer, zwei Frauen, 30 Minuten Zeit“ jede Woche eine andere prominente Lady – und spricht mit ihr über ihr Leben jenseits des Promi-Status‘ und fernab von Red Carpet und Öffentlichkeit.

Wir haben Collien aus diesem Anlass in der Hotel-Suite getroffen - und mit ihr über ihr Leben zwischen Blitzlicht und Privatleben gesprochen.

Im Gespräch verrät sie nicht nur, wie sie Job und Familie unter einen Hut bekommt, sondern auch zum ersten Mal das Geschlecht des Nachwuchses. Warum sie darum so lange ein Geheimnis gemacht hat und warum es gar nicht so einfach ist, Privatleben und Job unter einen Hut zu bekommen:

AMICA Online: In der neuen Sendung geht es darum, die prominenten Gäste abseits des Promi-Lebens, fernab der Öffentlichkeit, zu beleuchten. Wie sieht die Privatperson Collien Ulmen-Fernandes aus?

© dpa/Arno Burgi
Collien Ulmen-Fernandes ist ein absoluter Familienmensch.
Collien Ulmen-Fernandes: Da ich in der Öffentlichkeit stehe, kann ich Beruf und Privatleben natürlich nicht vollkommen trennen. Ich kann das Private nicht völlig heraushalten. Es vermischt sich alles und ich kann mittlerweile auch besser damit umgehen. Bei Interviews erzählt man natürlich auch immer einige private Anekdoten.

Wenn es in einer Serie beispielsweise um einen Waschzwang geht, dann wird man natürlich im Interview danach gefragt, wie oft man sich duscht. Wenn man eine Drogenabhängige spielt, kommt eben die Frage, ob man schon einmal mit Drogen in Berührung gekommen ist.

Wie schaffen Sie es, sich Ihr Privatleben trotzdem zu bewahren?

So ganz schaffen wir das nicht. Wir wollten beispielsweise nie verraten, welches Geschlecht unser Kind hat. Wir wollten es komplett aus der Presse heraushalten. Aber ich war noch nicht mal aus dem Krankenhaus entlassen, als meine Presse-Agentin mich anrief und meinte: „Die Presse angerufen, und du hast angeblich ein Mädchen zur Welt gebracht.“ Am Anfang versucht man noch, daran festzuhalten, nichts zu sagen. Aber irgendwann gibt man auf und sagt: „So ist es eben“. Wir sind irgendwann nicht mehr dagegen vorgegangen wenn jemand über das Geschlecht unseres Kindes geschrieben hat.

Es ist also ein Mädchen, oder?

(lacht und nickt) Es ist nicht so, dass wir sagen: „Hört alle her, es ist...“ Aber wenn es jemand sagt oder schreibt, dann ist es so.

Wie schaffen Sie es, Kind und Job unter einen Hut zu bekommen?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht (lacht).

Sie haben vorhin erzählt, dass Sie letzte Nacht nur vier Stunden geschlafen haben. Ist das Dauerzustand oder Ausnahme?

In der letzten Zeit habe ich tatsächlich wenig Schlaf bekommen. Unser Kind schläft gerade sehr schlecht. Bisher haben Christian und ich abwechselnd gedreht, nie gleichzeitig. Dieses Jahr hat mein Mann aber das komplette Jahr mit neuen Filmprojekten zugepflastert. Ich habe gesagt: „Ich bleibe deshalb aber nicht die ganze Zeit zu Hause.“ Demnächst werden wir also beide gleichzeitig drehen. Damit haben wir noch keinerlei Erfahrung.

Wer kümmert sich dann um die Kleine?

Mal sehen wie es sein wird - und wie wir das mit unserem Kind organisieren werden. Wir wollen es ja nicht die ganze Zeit über zu den Großeltern geben. Ich finde es immer interessant, wie andere berufstätige Eltern das machen. Denn eine ideale Lösung gibt es meiner Meinung nach nicht. Vor allem nicht, wenn die Kinder erst einmal in die Schule gehen.

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„Christian und ich haben keine Freunde“