Leckere TypenInterview, Teil 2

© Lacoste Pour Homme, 2002

Sie fühlen sich offensichtlich nackt sehr wohl?
Lawless: Wissen Sie was? Ich habe mich damit noch nie wirklich auseinander gesetzt. Ich beschäftige mich nicht so sehr mit meinem Körper.

Ian, das sagen alle gut aussehenden Typen.
Lawless: Aber es stimmt wirklich! Wenn ich im Gym die ganzen gestählten Jungs sehe, frage ich mich immer, warum man so viel Zeit dafür investiert. Es geht nicht mehr darum, seinen Körper aufzupumpen. Heute sollte man einfach in Form sein. Ich bin ein normaler Typ …

Jetzt ist aber Schluss …
Lawless: … der dreimal in der Woche ins Fitness-Studio geht. Und wenn er die Woche darauf keine Zeit hat, ist das auch okay. Ich habe wirklich Besseres zu tun.

Aber der Hintern sollte schon knackig bleiben.
Lawless: Sicher, jeder will ihn ja sehen.

Er ist Ihr Kapital.
Lawless: Mein Produkt. Aber ich gehe gern schwimmen, surfen, laufen. Das reicht.

Ist es ein Problem, dass jeder, der mit Ihnen spricht, weiß, wie Sie nackt aussehen?
Lawless: Nein, das stört mich nicht. Ich gehe trotzdem lieber in Jeans und T-Shirt auf die Straße.

Wo Sie ohnehin nackt als Poster hängen.
Lawless: Es ist merkwürdig, im Duty-Free-Shop neben sich zu stehen. Aber ich bin schon lange genug im Job, um nicht mehr aufgeregt zu sein, wenn ich irgendwo ein riesiges Plakat von mir hängen sehe. Es ist nichts weiter als ein nackter Körper.

Davon gibt es mittlerweile viele in der Werbung.
Lawless: Früher auch.

Einen Penis wie in der Kampagne des Yves-Saint-Laurent-Dufts sieht man nicht oft.
Lawless: Die sind vielleicht ein wenig zu weit gegangen. Diese Anzeige ist mir zu offensichtlich. Meiner Meinung nach sollte man immer etwas im Ungewissen lassen, damit ein Bild im Kopf des Betrachters entsteht. Bei Yves Saint Laurent ging es um den Schock. Es löst dagegen keinen Skandal aus, wenn ich meinen Hintern zeige.