LeselustErotische Abende

Sex hat in der Literatur einen langen, aber harten Weg hinter sich. Schrieb man im frühen Mittelalter recht deutlich über die schönste Nebensache der Welt, wurde in den folgenden Jahrhunderten zunehmend tabuisiert: Von Goethe, der frivoles Treiben mittels kunstvoller Metaphern tarnte, bis hin zu Henry Miller, dessen Werke teilweise noch Mitte des 20. Jahrhunderts ihrer Obszönitäten wegen verboten wurden. Lange waren Bücher, die Anzügliches enthielten, als Schmuddelkram verschrieen.

Bücher machen an

Dabei sorgt gerade der gelesene Akt für besonders tolles Kribbeln im Bauch. Schließlich kann man dabei seine eigene Phantasie weitaus besser entfalten, als beim Anblick wilder Kino-Intermezzi á la 9 1/2 Wochen. Nicht zuletzt deshalb ist jetzt Schluss mit vagen Andeutungen und geheuchelter Entrüstung über erotische Literatur. Moderne Autoren zelebrieren den Akt. Wir verraten, bei welchen Büchern Ihnen an kalten Winterabenden besonders heiß wird.