Liebe & Sex Die Wahrheit über: Komplizinnen

 

"Männer sind schmutzig, Frauen auch“, findet Sex-Kolumnistin Gillian Telling und schrieb ein Buch darüber. Hier lesen Sie, warum Männer Angst vor Ihren Freundinnen haben sollten.
Text: Gillian Telling
© Colourbox.com
Haben nicht alle Männer jenen ewig alleinstehenden Freund, der ihnen bei Dates zur Seite steht und den Rücken stärkt, und der ihnen später dauernd erzählt, wie viel sie verpassen, weil sie in einer festen Beziehung leben? Bei Frauen ist es nicht anders. Egal wie geordnet ihr Leben verläuft, irgendeine Freundin tut immer so, als ob es auf der anderen Seite besser ist oder versucht uns davon zu überzeugen, dass wir es besser haben könnten.

Als ich mich in einer langjährigen Beziehung befand, die nicht allzu gut funktionierte, freundete ich mich mit einer Kollegin an, die in meiner Nähe wohnte und ebenfalls in einer langjährigen, nicht allzu erfreulichen Beziehung feststeckte.

Wir fuhren im gleichen Zug nach Hause und unterhielten uns dann noch so lange an der Haltestelle, bis eine von uns vorschlug, noch schnell einen Drink zu nehmen, bevor wir nach Hause gingen und uns mit unseren nicht allzu gut laufenden Beziehungskisten auseinandersetzen mussten. Meist wurden daraus zwei Drinks – und wir beklagten uns über unsere jeweilige Situation und unser Leben. Diese kleinen Umwege hatten wiederum zur Folge, dass wir beide Stress mit unserem jeweiligen Freund hatten, weil wir eine Stunde zu spät und mit eine Weinfahne nach Hause kamen.

Ich berichtete meiner Freundin von meinen Problemen, und sie sagte Dinge wie: „Weißt du, du könntest wirklich ein besseres Leben haben. Ich meine, willst du vielleicht ein Kind mit einem Typen, der den ganzen Tag lang Videospiele spielt statt sich nach einem neuen Job umzusehen?“ Sie hatte recht, genau das hatte ich hören wollen. Das tun Freundinnen nun einmal füreinander.

Ich wiederum sagte zu ihr: „Weißt du, ich finde es schon sehr seltsam, dass dein Freund mit seinem Boss und dessen Freundin innerhalb der Woche bis drei Uhr nachts wegbleibt und Koks schnupft. Das kommt mir wie ein abgedrehtes Swinger-Ding vor.“
© PR
Buchtipp

Titel: Männer sind schmutzig, Frauen auch – Die nackte Wahrheit über mein Leben als Frau
Text: Gillian Telling
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: Juni, 2011

Beste Freundinnen – die Schlussmach-Helfer

So ermutigten wir einander, unsere Beziehungen zu beenden, was nicht so einfach war. Eineinhalb Jahre später gingen wir wieder etwas zusammen trinken und prosteten einander zu, weil wir unsere Arbeit hervorragend erledigt hatten.

„Gott sei Dank hast du mich davon überzeugt, dass ich ein besseres Leben haben könnte“, bedankte ich mich bei ihr und hob mein Glas. Ich war glücklich, denn nun hatte ich eine sicherere und interessantere Beziehung mit jemandem, der mit meinem Tempo Schritt halten konnte.

„Und Gott sei Dank hast du mir die Augen geöffnet und mir klargemacht, was für ein gemeiner Warmduscher mein Ex war, als ich wieder mit ihm zusammenkommen wollte“, antwortete sie. „Wäre ich bei ihm geblieben, hätte ich wahrscheinlich nie erkannt, dass ich doch eigentlich eine Lesbe bin.“
„Darauf trinke ich!“
„Na denn Prost!“
Der Punkt ist folgender: Wenn Frauen an Euch Jungs zweifeln oder sich von Euch nicht genug unterstützt fühlen, Euch nicht für freundlich genug halten, glauben, dass Ihr nicht häufig genug mit ihnen schlaft oder Ähnliches, dann erzählen sie alles ihrer Freundin. Die antwortet dann garantiert, dass man doch etwas Besseres verdient hätte.

Wenn Ihr also den Verdacht habt, dass Eurer Freundin jemand den Floh ins Ohr gesetzt hat, Euch fallenzulassen und weiterzuziehen, dann habt Ihr mit der Vermutung sicher recht: Mit Sicherheit ist ihre beste Freundin schuld. Und wenn letztere wiederum Single ist?

Dann ermutigt sie die Freundin sogar dann zur Trennung, wenn die Beziehung gut läuft, nur weil sie Langeweile hat und jemanden haben will, mit dem sie um die Häuser ziehen kann. Seid also wachsam! Frauen können ziemlich skrupellos sein.
Über die Autorin:

Sex-Kolumnistin Gillian Telling erklärt Männern in der US-Zeitschrift „Maxim“, wie Frauen denken und schreibt regelmäßig für „Thefrisky.com“. Früher arbeitete sie für „Rolling Stone“ und für „Details“.
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