LiebeskummerDas Gespenst Einsamkeit

Allein zu sein ist in der heutigen Zeit oft ein Zeichen von mangelndem sozialen Erfolg. Wer den Samstagabend einsam vor dem Fernseher verbringt, fühlt sich schnell, als hätte er persönlich in seinem Leben versagt.

Was wir oft vergessen: Wir brauchen diesen Rückzug, um zur Ruhe zu kommen, unsere Energiereserven wieder aufzuladen, zu reflektieren. Wer sich eine Weile verkriecht, läuft nicht vor der Welt davon, sondern setzt sich mit sich selbst auseinander. Einsamkeit ist also kein Fluch, vielmehr die Chance, mit dem Erlebten ins Reine zu kommen und schneller bereit zu sein für einen Neuanfang.

Doch was tun, wenn die Einsamkeit einem trotzdem hart zusetzt?

  • Erwarten Sie nicht zu viel, sinnieren Sie nicht über das Date mit Ihrem Traummann, sondern freuen Sie sich auch über ein Telefonat oder einen Spaziergang mit der besten Freundin.
  • Werden Sie aktiv: Rufen Sie andere an, laden Sie Freunde zu sich zum Essen ein, und haben Sie keine Angst, den anderen lästig zu werden. Denn dann wären es schließlich nicht Ihre Freunde!
  • Suchen Sie Ablenkung: der Frühjahrsputz, eine Shoppingtour, endlich den Riesenstapel Post durcharbeiten oder die Wohnung ausmisten. Sie müssen sich nur dazu aufraffen, anschließend werden Sie sich viel besser fühlen.
  • Versuchen Sie zwischen all den Grübeleien, auch einmal an etwas Positives zu denken, zum Beispiel, wie Sie Ihre neue Freiheit nutzen können, welche Dinge, auf die Sie in Ihrer Beziehung verzichtet haben, jetzt machbar sind – sei es der Urlaub mit der besten Freundin oder der Aerobic-Kurs am Sonntag Nachmittag.
  • Wenn Ihnen das Alleinsein doch wieder einmal schwer zu schaffen macht: Seien Sie nicht wütend auf sich, haben Sie Geduld. Denn: Alle guten Dinge brauchen Zeit!