Lustfaktor Skandalfilm„Feuchtgebiete“ macht Männer heiß - und Frauen?

© Colourbox.de
Was andere anekelt, ist für sie kein Problem: Filmheldin Helen Memel reibt ihre Vagina im Kinofilm „Feuchtgebiete“ genüsslich über den extrem verdreckten Klodeckel einer öffentlichen Toilette. Der Zuschauer weiß nicht, ob er angewidert zuschauen oder doch lieber mal kurz die Augen zusammenkneifen soll. Doch egal, wie er es auch macht, ihm wird schnell klar, dass Helen gegen jegliche Intimhygiene rebelliert.

Das Interessante: Helen, die im Film mit Hämorrhoiden und Analfissuren zu kämpfen hat, hat auf Männer eine ganz andere Wirkung als auf Frauen. Das stellte jetzt eine Umfrage der Flirt-App Lovoo fest. Obwohl die Protagonistin ihre Hygiene vernachlässigt und eine Vorliebe für Körperflüssigkeiten hat, fanden 61 Prozent der Männer unter den 1000 befragten App-Nutzern sie sexuell anziehend. Die Reaktion der Frauen auf Helen war eine ganz andere: 55 Prozent der Befragten verging die Lust auf Sex und trauter Zweisamkeit nach dem Film. Sie fanden das Verhalten der Hauptdarstellerin widerwärtig und abstoßend.

Obwohl die meisten Männer und immerhin 45 Prozent der Frauen Helens liberalen Umgang mit ihrem Körper stimulierend finden, hat das keine Vorbildfunktion für ihr eigenes Verhalten. Denn auch wenn die Hauptfigur im Film auf Intimpflege weitgehend verzichtet, sind für satte 98 Prozent der Umfrageteilnehmer Körperhygiene und Intimrasur vor einem Date Pflicht. Dass Charlotte Roche gerade die übertrieben Hygieneauffassungen der Gesellschaft in ihrem Werk kritisiert, ist anscheinend noch nicht bis zu den Fans durchgedrungen.



mz
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amllr  |  29.09.2013 11:00
Verkehrte Welt
Ich halte mich durchaus für einen normal veranlegten Mann mit durchschnittlicher Potenz. Aber nachdem ich das Buch "Feuchtgebiete" nach Seite 13 verständnislos der Buchhändlerin wieder zurück gab. Würde ich mir den Film erst gar nicht anschauen. Ist denn die Männerwelt schon derart versaut, um nicht zu sagen pervertiert, daß man sich Schweinereien erregen oder darüber debattieren könnte. Da ist Anai Nain geradezu Hochliteratur. Man verschone mich mit derartigen Mist.

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