Lust auf Macht Erfolg ist der neue Sex
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„Das süße, sahnige Gefühl von Macht“ etwa, wie es Nico O’Neilly aus „Lipstick Jungle, Chefin eines New Yorker Lifestyle-Magazins, beschreibt, nachdem sie einen missliebigen Herausgeber aus dem Feld geschlagen hat. Oder wie es Bette Davis einmal formulierte: „It is only work that truly satisfies.
Das macht Frauen unabhängiger von männlicher Aufmerksamkeit und entlastet den Sex von der Erwartung, einzige Quelle von Befriedigung zu sein. So können beide Geschlechter ganz entspannt zur Sache kommen. Außerdem: Wenn US-Außenministerin Condoleezza Rice schwärmt, dass so ein Leben wie ihres zeitweise „mehr wärmt als eine noch so schöne Beziehung“, dann kommt noch ein weiterer Aspekt ins lustvolle Spiel: der männliche Ehrgeiz, solch eine Powerfrau irgendwie davon zu überzeugen, dass Männer doch ziemlich nützlich sein können. Wenigstens im Bett.
„Mit diesen Frauen zusammenzusein ist, als würde man Ferrari fahren“, so Nando Pelusi, ein New Yorker Psychologe, über den besonderen Reiz der Boss-Frauen. „Es kann etwas unbequem und gefährlich sein, aber es ist tausendmal spannender, als einen Ford Taurus zu besitzen, der zwar sicher ist, aber langweilig.“
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Laut AMICA-Umfrage schrecken 65 Prozent der Herren beim Flirten ein wenig zurück, wenn sie erfahren, dass sie weniger verdienen. „Geld ist für Frauen Bestätigung, für Männer aber immer noch ein Ausdruck von Überlegenheit und Macht. Dies zu teilen müssen Männer erst noch lernen“, sagt Svea Kuschel, seit 20 Jahren Finanzberaterin für Frauen. Und noch immer gebe es Frauen, die sich dem Rollenkonflikt entziehen, indem sie verschweigen, wie viel sie wirklich verdienen.
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