Lust contra Moral Bin ich eine Schlampe?

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„Wenn ich gleich am ersten Abend mit ihm schlafe, hält er mich für eine Schlampe“, haben Sie gedacht. Oder: „Ich kenne ihn zu wenig, um mich auf ihn einzulassen.“ Oder: „Ich bin nicht der Typ für einen One-Night-Stand.“
© Getty Images/ Kemical Reaxion, www.glitterberries.com
Von all den bescheuerten und bescheuert glücklich machenden Bedürfnissen, die wir haben, ist Sex das einzige, bei dem uns immer wieder Gründe einfallen, es nicht zu befriedigen. Für alle anderen fallen uns Ausreden ein, ihnen trotzdem nachzugehen. Die Tafel Sahne-Nougat? Dafür heute Abend eine Stunde Spinning. Unerhört teure Schuhe? Am nächsten Ersten gibt’s ja wieder Geld.

So wie sich unser Verstand beim Schuhkauf ausschaltet, schaltet er sich sofort ein, wenn es um Sex geht. Dabei ist Nachdenken beim Sex nicht nur unnötig, sondern hinderlich. Oder denkt wirklich jemand, dass es der Leidenschaft dient, wenn man erst noch Informationen über seine Wertvorstellungen, seinen Musikgeschmack und seine Zukunftspläne einholen muss, um mit ihm schlafen zu können?
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Bin ich eine Schlampe?
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