„Oben ohne“Bald nackte Brüste in Kalifornien?

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Sie arbeitet als Anwältin und weiß daher um ihre Rechte: Liana Johnsson fordert die gesetzlich gleiche Behandlung von Mann und Frau. „Irgendwann wurde die männliche Brust befreit und die weibliche nicht“, sagte Johnsson der L.A. Times. Das sei der einzige Bereich, wo Männern etwas gesetzlich erlaubt sei und Frauen nicht, so die Juristin weiter.

Wenn Frauen ihre Brust unverhüllt am Strand zeigen, zahlen sie zum einen eine Strafe, zum anderen gelten sie fortan in den USA als Sexual-Straftäter. Die Namen der widerrechtlich handelnden Sonnenanbeterinnen werden auf einer Liste im Internet zusammen mit Vergewaltigern und Kinderschändern veröffentlicht. Um alle von der Dringlichkeit ihres Anliegens zu überzeugen, produzierte Johnsson ein zweiminütiges Video mit übergewichtigen Männern, die ihre Brüste an kalifornischen Stränden in der Sonne bräunen. Die Anwaltskammer konnte sie soweit überzeugen, nun liegt es am Parlament, das Strafgesetz zu ändern. Auf ihrer eigenen Brust trägt die Anwältin einen Anstecker mit der Aufschrift: „Ich unterstütze Busen-Gleichberechtigung“.

Wann und ob es aber zur gesetzlichen Gleichstellung von behaarter Männerbrust und wohlgeformtem Busen kommen wird, ist unklar, denn Gouverneur Arnold Schwarzenegger könnte das Anliegen als eher unwichtig abtun. Übrigens: Mütter dürfen bereits seit 1998 ihre Brüste zeigen, denn Stillen in der Öffentlichkeit ist seitdem in Kalifornien erlaubt. Vielleicht ist der nächste Schritt, dass Schwangere sich nahtlos bräunen dürfen, bis alle Brüste emanzipiert sind?