Quarterlife-CrisisErfolg ist alles

© Kung Shing

Der Druck, möglichst schnell Erfolg haben zu müssen, ist groß. Der hoffnungsfrohe Optimismus von Lehrern und Eltern, die einem versichern, wie glücklich man sich doch schätzen dürfe, in einer Zeit zu leben, in der alles möglich sei, verwandelt sich in Leistungsdruck: „Ich muss sofort erfolgreich sein. Ich muss erfüllt sein. Ich möchte etwas Besonderes erreichen im Leben und ich will, dass man stolz ist auf mich.“

In den Medien liest man ständig Erfolgsgeschichten über Leute, die es mit Mitte 20 schon geschafft haben: Dot-Commer, die über Nacht zu Millionären wurden, No-Names, die bei Fernseh-Castings entdeckt wurden und nun vor ausverkauften Hallen spielen. „Mit 30 möchte ich aufhören zu arbeiten“, sagte eine Sängerin der Band Destiny’s Child mal in einem Interview.

Jungen Erwachsenen fehlen häufig die Erfahrung und die innere Festigkeit, dieser Ideologie etwas Eigenes entgegenzusetzen. Sie wollen keine Verantwortung übernehmen, weil sie Angst haben, mit jeder Entscheidung einen Domino-Effekt auszulösen, der ihrem Leben mehr schadet als nutzt. Die Folge: Lebenslähmung.