Quarterlife-CrisisWege aus dem Chaos

© Kung Shing

Wie wird man die Quarterlife-Crisis wieder los? Das Buch liefert keine handfeste Lösung, keinen Zehn-Stufen-Plan. Den gibt es auch nicht. Beruhigend ist: Die Krise dauert nicht ewig. Irgendwann ist es vorbei. Sicher, das sagt man auch einer Schwangeren vor der Geburt. Aber so ist es nun mal. Es gibt keine Entwicklung ohne Krise.

Wichtig ist es, sich darüber klar zu werden, dass man nicht die erste und einzige Person auf der Welt ist, die sich so fühlt. Es ist kein persönliches Versagen, wenn der erste Job kein Glückstreffer ist. Es hilft aber auch nichts, vor Unsicherheit den Kopf in den Sand zu stecken und darauf zu hoffen, dass irgendwann einmal das große Glück schon von selbst vorbeikommen wird. Damit bleibt man nur in der Passivität und in Selbstzweifeln gefangen.

Der beste Rat, den Alexandra Robbins und Abby Wilner den von der Quarterlife-Crisis Geplagten geben können, klingt ein wenig pathetisch, ist aber dennoch gut: damit beginnen, an sich selbst zu glauben. Sich von den Möglichkeiten, die man hat, nicht mehr einschüchtern zu lassen, sondern mit ihnen tatsächlich zu experimentieren. Endlich das Risiko eingehen, Fehler zu machen.

Das Leben ist schließlich die Kunst, sich auf unsicherem Boden zu bewegen. Und das kann man nur, wenn man irgendwann beschließt, statt vor Stürzen Angst zu haben, einfach loszugehen.