RollenwechselDie große Chance – für beide

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Dabei könnten wir uns die Sache doch auch einfacher machen: Wenn wir in Zukunft ohnehin vom Arbeitsmarkt dazu gezwungen werden, unsere Lebensplanungen immer wieder neu zu überdenken, wäre es möglicherweise schlau, auch die Rollenverteilungen zwischen Frauen und Männern nicht als ein für allemal festgelegt zu behandeln.

Nichts spricht dagegen, dass zwei Menschen, die sich aus Liebe zusammengetan haben, öfter als einmal aushandeln, wer was macht, wer wofür zuständig ist, wer sich worum kümmert. Sie kann eine Zeitlang als Kriegerin an die Karrierefront ziehen, dann wieder Gärtnerin auf dem eigenen Balkon sein; er dürfte, statt ein ganzes Leben in Büros absitzen zu müssen, die Kinder hegen und pflegen oder sich ein paar Jahre lang um das Sozialleben der Beziehung kümmern.

Frauen könnten lernen, wie viel Spaß es machen kann, ihren Liebsten hübsche Klamotten zu spendieren, und Männer würden endlich begreifen, wie anspruchsvoll Haushalts- und Beziehungsmanagement sind. Wir könnten so viel mehr sein als die Rollen, in denen wir uns selbst so häufig verkapseln. Es liegt bloß an uns, die Chance zu ergreifen.