SehnsuchtSchnee in Alaska

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Silvia Furtwängler, 41

Sie war eine ganz normale Hausfrau. Bis sie ihren ersten Schlittenhund sah. Danach war ihr Leben ein anderes.

Als ich vor 17 Jahren ein Zeitungsfoto von einem Husky sah, wusste ich: Den muss ich haben. Dann kamen die Zweifel. Schließlich wohnte ich mit Mann und zwei Kindern in einer Mietwohnung in Bielefeld.

Ein Jahr suchte ich bei Züchtern in ganz Deutschland nach dem passenden Hund. Und schon bald fuhr ich mit Chan mein erstes Rennen im Schwarzwald. Das war so unglaublich schön, dass ich sofort beschloss: Ein zweiter Hund muss her. Doch dafür brauchte ich mehr Platz. Ein halbes Jahr später wohnten wir in einem Haus mit Garten.

Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, dann bin ich knallhart, das Leben ist zu kurz, um lange zu zögern. Drei Jahre später hatte ich vier Hunde, aber meine Ehe war am Ende. Ich bekam keinen Unterhalt, musste arbeiten und die beiden jüngeren Huskys abgeben. Es zerbrach mir fast das Herz. Trotzdem war das Ziel klar: Einmal im Leben wollte ich dabei sein, beim „Yukon Quest“ in Alaska.

Mit meinem neuen Mann, drei Kindern und 38 Huskys lebe ich inzwischen im Allgäu. Ich habe viel trainiert und letztes Jahr war es endlich so weit: 1600 Kilometer Alaska. Bei 40 Grad minus, inmitten von Schneestürmen, aber im Einklang mit der Natur. Leider musste ich aufgeben.

Das Rennen war eine extreme Erfahrung, trotzdem bin ich im Februar 2003 wieder dabei. Wenn ich etwas anfange, muss ich es vollenden.