Sex mit dem Tabu-MannEnde ohne Schrecken

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Es ist passiert, irgendwie. Der Alkohol, der laue Abend. Plötzlich hat er anders geguckt als sonst und plötzlich hat man anders zurückgeguckt. Und kurz danach: Oh! Mein Gott! Wenn das Hirn wieder einsetzt: Verdammt. Aus der Nummer komme ich nie wieder raus. Denn die Nummer hat nicht mit irgendwem stattgefunden, den man in einer gnädig beleuchteten Bar aufgegabelt hat, sondern mit einem, den man Tag für Tag unter gleißendem Neonlicht wieder sieht. Ein neuer Kollege oder, schlimmer noch, ein alter. Ein alter Freund oder, schlimmer noch, der Freund einer alten Freundin. Verdammt, verdammt, verdammt.

Der entscheidende Vorteil gegenüber einem normalen One-Night-Stand ist: Beide Beteiligten wissen von Anfang an, dass diese Nacht eine extrem blöde Idee ist, die man von Herzen bedauern wird. Der einzige Grund für derart sinnlosen Sex ist also die Lust am Verbotenen verbunden mit köstlichem Schuldbewusstsein – ein, wie Kenner wissen, mächtiges Aphrodisiakum. Der Nachteil kann sein, dass man fortan in jedem Team-Meeting nur daran denken muss, was für ein schlechter Küsser der Kerl ist oder wie haarig sein Hintern war. Und jetzt?

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Ende ohne Schrecken