Die zehn Regeln4. Klamotten werden überschätzt

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Unter der Verkleidung sieht man die Wahrheit: zaghaft, verkrampft, bedürftig. Und das sieht man sogar noch deutlicher als den tiefsten Ausschnitt. Wer sich dagegen in seinen ältesten Jeans und seinen neuesten Glitzer-Flip-Flops pudelwohl fühlt, entspannt und unternehmungslustig, ist einfach unwiderstehlich.

Denn nicht die Klamotten sind sexy, sondern der Mensch, der drinsteckt. Wie geschmeidig er sich in ihnen bewegt, wie gern man ihn berühren möchte. Männer sagen immer, sie hätten gern „was zum Anfassen“, und es ist tatsächlich dieser Impuls, am liebsten die Hand auszustrecken, den erotische Menschen auslösen. Sexiness hat mehr mit Fühlenwollen als mit Angucken zu tun.

Diese Lust kann man fördern. Sahnige Haut (nicht unbedingt an den nahe liegenden Stellen, sondern vielleicht an Schultern und Rücken), fließende Bewegungen, Haare, in denen man wühlen möchte (statt festbetonierter Igelköpfe) – all das sind Einladungen an die Welt, die niemand ausschlagen kann.