Flirt-VariantenVorspiel per SMS

© photodisc

Männer sind nicht sehr gut im Bereich der zwischenmenschlichen Kommunikation. Dieser Aspekt ist immer wieder todsichere Quelle großer Frustration für Frauen. Wenn zwei Frauen sich eine Weile nicht gesehen haben, rufen sie einander an und führen eine Unterhaltung, die mehrere Tage dauern kann – mindestens aber zwanzig Minuten. Sie erzählen einander praktisch jedes bedeutungsvolle Detail, das in ihrem Leben und derer, die sie lieben, stattgefunden hat. Sie teilen ihre intimsten Gedanken, analysieren und reflektieren – und erlangen auf diese Weise ein tieferes Verständnis für- einander und eine Stärkung ihrer Freundschaft.

Wenn zwei Männer sich eine Weile nicht gesehen haben, rufen sie einander dagegen überhaupt nicht mehr an. Ihre Logik: „Wenn etwas Schlimmes passiert wäre, würde er sich ja melden.“ Frauen werden so etwas nie verstehen.

So gesehen bedeutete die Erfindung des Telefons für Männer eine unabsehbare Härte: Philipp Reis wollte 1861 bloß Geräusche übertragen, um die Funktionen der menschlichen Hörwerkzeuge zu verdeutlichen. Keinesfalls rechnete er mit langen Gespräche, die Emotionen verdeutlichen. No way.

Seither haben Männer sich unermüdlich alternative Möglichkeiten ausgedacht, mithilfe derer sie Kommunikation auf ein Minimum reduzieren können. Erst kamen E-Mails, mit denen sich das, was dringend gesagt werden musste, schnell, effizient und ohne unterbrochen zu werden erledigen ließ. Frauen spielten da nur bedingt mit, schrieben ausschweifende Antworten und lasen zwischen den Zeilen.

1
Vorspiel per SMS