UntenrumMumu? Pimmel? Pullermann?

© Maria Tokio

Warum ist das für uns so schwer? Wohl kaum, weil es dafür nur wenige Wörter gibt: Möse, Vagina, Scheide … Wer das nicht mag, bedient sich mit Muschi oder Pussi im Tierreich. Männer greifen auf Penis, Pimmel, Glied und Schwanz zurück oder werden im Fachbuch der Mechanik mit Kolben, Riemen oder Schwengel fündig.

Nicht alle diese Worte sind wirklich brauchbar. „Es gibt kaum verwendbare Begriffe, besonders bei den weiblichen Geschlechtsorganen“, sagt Susanne Kridlo, die vor zwei Jahren im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden die Ausstellung „Sex – Vom Wissen und Wünschen“ geleitet hat. Auch die Softerotikdarstellerin Bettie Ballhaus aus Berlin lässt manche Bezeichnungen nicht durchgehen. Fotze, Möse oder Schaft lehnt sie entschieden ab. Bei Frauen bevorzugt sie Muschi, bei Männern spricht sie vom Pullermann und Pipimatz – zweijährigen Jungs wäre sie damit sicher eine große Hilfe.