Wie sprechen die Deutschen über Sex?„Oh Baby, lass uns ..!“

© Colourbox.de
Sex ist heute überall. In der Werbung, in den Nachrichten, in den Bücherregalen. Und seit „Sex and the City“ reden auch alle ständig darüber. Sex ist zum Small-Talk-Thema zwischen Zehn-Minuten-Party-Bekanntschaften geworden.

Doch wie nennen die Deutschen es am liebsten, wenn sie vom Akt sprechen? Verwenden sie romantisch niedliche Bezeichnungen wie „einander lieben“? Oder kommen meist plumpe Modewörter wie „nageln“, „pimpern“ oder „rammeln“ zum Einsatz? Mit diesem Thema befasste sich eine Umfrage des Online-Lovestyle-Shops Amorelie.de und fand heraus: Die meisten der rund 1500 befragten Kunden verwenden das Wort „ficken“ (28 Prozent). Erstaunlich, da dieses eigentlich einen abwertenden Beigeschmack hat. Rund 22 Prozent sagen „Sex haben“, auf Rang drei rangiert mit dreizehn Prozent „Liebe machen“. Das lange so präsente „vögeln“ hat mit nur elf Prozent Zustimmung offenbar ausgedient.

Laut Duden ist „ficken“ übrigens ein vulgärer Ausdruck. Aber so war es nicht immer: Ursprünglich hatte es mundartlich die Bedeutung „hin und her bewegen“. Wahrscheinlich ist das Wort heute gerade deshalb so beliebt, weil ihm trotz der scheinbar tabulosen Zeiten immer noch ein Rest Tabu anhaftet. „Komm Baby, lass uns Geschlechtsverkehr haben!“, bringt sicher weniger Würze ins Bett. "Schnackseln" könnte bei einem Gegenüber das nicht aus Bayern oder Österreich kommt, einen ratlosen Gesichtsausdruck hervorrufen. Und "Ich will dich bügeln", dürfte für Lachen statt Lust sorgen.



vs
Google-Anzeigen
Kommentar schreiben
Name
Überschrift
Ihr Kommentar