Zu mir oder zu dir?Männer sind toleranter bei vielen Sex-Partnern

© Colourbox.de
„Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ – von der Sorte Klischees gibt es in Beziehungsdingen einen unerschöpflichen Fundus. Der Dominante ist demnach der Mann, auch in der Partnerschaft. Was passiert aber, wenn sich eine Frau „typisch männlich“ verhält?

Das wollte das Casual-Dating-Portal Secret von 7000 seiner Mitglieder wissen. Die Antworten? Ganz unterschiedlich bei den Geschlechtern. Wen wundert’s? So waren beispielsweise vier von fünf Frauen „der festen Überzeugung, dass ein Betrug ‚allein ihres Triebes wegen‘ für reichlich Gesprächsstoff sorgen dürfte“, so das Ergebnis der Umfrage. Weit gefehlt. Denn 60 Prozent der Männer würden das durchaus verstehen. Viel toleranter als erwartet sind sie auch, was die Zahl der früheren Sex-Partner angeht. Der Hälfte der befragten Männer ist das völlig gleichgültig.

"Shades of Grey“ stellt die Erotik-Industrie auf den Kopf: Soft-SM und Liebeskugeln boomen. Doch auch sonst hat 2013 in Sachen Sex-Trends einiges zu bieten ...Aus der Ruhe bringt das „starke  Geschlecht“ allerdings, wenn Frauen eine zu dominante und aktive Rolle übernehmen. Das gilt besonders in der Annäherungsphase. Schon so banale Dinge, wie „sie bestellt ein Steak“ sorgen auf der anderen Seite für Unverständnis. Schlimmer noch: Wenn sie die entscheidende Frage „Zu mir oder zu dir?“ stellt. Laut der Umfrage „sollte dieser Frau die Irritation der Männerwelt gewiss sein“.  Wenn Frauen es auf die Spitze treiben wollen, wie wäre es dann mit dieser Aussage: kein Interesse an einer festen Beziehung und deutlich sagen, dass sie lediglich ein Abenteuer suchen. Mit diesem Verhalten lassen sich 68 Prozent der Männer ganz aus dem Konzept bringen. Frauen wiederum ist das gar nicht bewusst.

Mit Karrierefrauen haben Männer dagegen kein Problem, auch nicht, wenn sie mehr verdient. Schwierig jedoch sind Fußballerinnen, Boxerinnen oder Porschefahrerinnen. „Dann zeigen sich über 70 Prozent der Männer irritiert, während dies nur ein Viertel der Frauen ungewöhnlich findet“, so ein anderes Ergebnis. Alle Eigenschaften, die zu aktiv oder dominant rüberkommen schrecken das „starke Geschlecht“ ab.

Eine weitere Erkenntnis der Umfrage ist also: Männer wissen nicht genau, was Frauen denken und umgekehrt. Da herrscht wohl noch Gesprächsbedarf. Über das erste Date hinaus.