Raus zum SexEtikette für Outdoor-Liebende

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Der Sommer ist unter ästhetischen Gesichtspunkten manchmal eine schwer erträgliche Jahreszeit. Allein der Anblick all der Körperteile, die von der Natur nie dafür vorgesehen waren, freigelegt zu werden und deshalb besonders hässlich ausfallen (Knie, Ellenbogen, Knie, Füße, habe ich Knie erwähnt?), ergänzt durch Tattoos und Piercings an Stellen, die der Winter sonst gnädig verbirgt.

Dennoch – es liegt natürlich an den Temperaturen – sind Menschen besonders im Sommer von dem überwältigenden Verlangen getrieben, ihre entblößten Körper(teile) an gänzlich unangemessenen Orten zusammenzuschrauben. Die Amerikaner haben für dieses Phänomen, das Liebesleben für jeden gut einsehbar auf die Straße und an Strände, in Cafés und Freibäder zu verlegen, den nüchternen Terminus PDA erfunden, „public display of affection“, die öffentliche Zurschaustellung von Zuneigung, auszusprechen mit leicht tadelndem Unterton.

Die Liebe darf alles, die Leidenschaft ist unregulierbar? Papperlapapp. Es ist einfach ungezogen, Gegenwart anderer zu glücklich zu sein. Besonders wenn damit ein sichtbarer Austausch von Körperflüssigkeiten verbunden ist.

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Etikette für Outdoor-Liebende