S. 38/92

 

Nipple-Ringe, Penis-Kette, Intim-Clips. Die Auswahl an Intimschmuck ist mannigfaltig. Und was früher als anrüchig galt, ist mittlerweile anerkannt: Ein Ohrring war zunächst Sache der Matrosen, dann Erkennungszeichen der Homosexuellen.

Heute tragen Männer Ringe an fast allen Körperstellen: Der als „Prinz Albert“ bekannte Schmuck ist ein vertikaler Stift zwischen Harnröhre und Vorhautbändchen. Angeblich wollte Prinz Albert, der Gemahl der englischen Königin Viktoria, mit dem Ring die Vorhaut von der Eichel zurückhalten, um zu verhindern, dass sich Smegma unter dieser bilden kann.

Vom Vorhautpiercing ist im Allgemeinen abzuraten, weil der Ring oder der Stift beim Anal-, aber auch beim Vaginalverkehr leicht abreißen kann und zu Verletzungen führt.

Grundsätzlich sollte das Glied beim Anbringen von Intimschmuck erigiert sein, damit es beim Anschwellen nicht zu Schmerzen kommt.

Bei Frauen sind Bauchnabel-, Schamlippen- und Brustwarzen-Piercings die beliebtesten Varianten. Das Klitoris-Piercing ist dagegen eher gefährlich, da Nervenbahnen beschädigt werden könnten.

Wer andere verstehen lassen möchte, dass er oder sie Schmuckstücke an ungewöhnlichen Stellen trägt, zeigt dies mit dem „Ring der O“ am Finger. Aber Vorsicht: In Anlehnung an die „Geschichte der O“ ist dies ein Erkennungszeichen aller bekennenden Sadomasochisten.
A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z
Kommentar schreiben
Name
Überschrift
Ihr Kommentar