Lektion 1 Die richtige Haltung
Schönheit hilft. Geld schadet nicht. Aber beides ist bedeutungslos, wenn es um Verführung geht. Hier zählen nur zwei Dinge: ein leichtes Herz und ein unerschütterliches Selbstvertrauen.
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Sicher, immer blendend gelaunt sein ist unmöglich. Aber diesen Eindruck zu erwecken, wenn es drauf ankommt, das geht. Schwieriger wird es im zweiten Fall. „Sie haben ja gar keine Ahnung“, sagt Greene, „wie viele der Fehler, die Sie im Umgang mit anderen begehen, Ihrer Unsicherheit entstammen.“ Unbehagen, Sorgen darüber, wie man aussieht oder was man sagen soll oder was zum Teufel man hier überhaupt tut, infizieren den anderen geradezu.
Umgekehrt steckt Entspanntheit ebenso an – und beides ist völlig unabhängig davon, wie toll Sie objektiv betrachtet aussehen, wie sexy Sie nach Playboy-Maßstäben sind. Verführung ist reine Kopfarbeit.
Hilfreich bei der Entspanntheit, so Greene, ist es, die eigenen Stärken zu kennen. Zu wissen, was man hat, und damit zu spielen. Ist man spontan und kindisch? Charmant, eine gute Psychologin? Schlagfertig? Ein kantiger Außenseiter? „Jeder hat etwas Verführerisches an sich“, sagt Greene. „Jeder. Finden Sie heraus, was es ist. Versuchen Sie nie, so zu tun, als wären Sie etwas anderes.“
„Jeder ist unwiderstehlich, der ganz er selbst ist“, sagt auch Werbestrategin Karen Heumann (siehe Interview S. 52), „nur nicht für jeden unwiderstehlich. Das Schlimme ist doch, dass alle so verunsichert sind. Und denken, man müsse irgendwie sein. Deshalb lesen sie die AMICA mit dem Titelthema Verführung, weil sie denken, jetzt sagt mir jemand, wie ich das machen soll. Und während sie das tun, laufen sie an drei Männern vorbei, für die sie unwiderstehlich wären.“
Oh, glauben Sie bloß nicht, Unwiderstehlichkeit genüge. Wir können es nicht oft genug betonen: Verführung ist Arbeit. Aber dazu später.







