UnwiderstehlichDer kleine Verführungsführer

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Das klingt auf jeden Fall nie so, als ob es was mit dem 21. Jahrhundert zu tun hätte, mit Frauen, die endlich ihre Steuererklärungen abgeben müssen, und Männern, die zuletzt in der Tanzstunde über längere Strecken höflich waren. Zum Thema Verführung, seien wir ehrlich, fallen uns doch eher Sektengurus ein und Leute, die Überraschungseier in Kinderaugenhöhe an die Supermarktkasse packen.
Das ist sehr schade. Sehr deutsch. Und vielleicht ein einziges großes Missverständnis.

In seinem obsessiv recherchierten Standardwerk „Die 24 Gesetze der Verführung“ behauptet der amerikanische Autor Robert Greene, nicht herzlose Manipulation sei die Seele der Verführung, sondern aufopfernder Dienst an der Liebe. Wortreich wettert er gegen das „Vorurteil, romantische Liebe sei etwas Magisches, Heiliges, bei dem einfach alles zueinander passt, wenn das Schicksal es so will. Diese altmodische Sicht ist in Wirklichkeit nur ein Deckmantel für unsere Bequemlichkeit. Was den anderen Menschen verführt, sind die Anstrengungen, die wir um seinetwillen auf uns nehmen und die zeigen, wie sehr wir an ihm interessiert sind, wie viel er uns bedeutet. Alles dem Zufall zu überlassen, ist das Rezept, das in die Katastrophe führt – und es zeigt, dass wir Liebe und Verliebtsein nicht sonderlich ernst nehmen.“

Weil wir bei AMICA nichts ernster nehmen als die Liebe, ist es Zeit für den Kleinen Verführungsführer. Eine Anleitung zum Rumkriegen in fünf Lektionen. Anstrengend, gewiss. Manipulativ, vielleicht. Aber alles doch nur im Namen der Liebe …