BenimmregelnFettnäpfchen vermeiden

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5. Seien Sie gnädig. Lassen Sie Ihren Gastgebern genügend Raum für sich selbst, texten Sie sie nicht erbarmungslos von morgens bis abends zu. So viel Intensität hält niemand aus. Bringen Sie sich genügend Lesematerial mit, um sich selbst beschäftigen zu können, und gehen Sie auch mal allein spazieren.

6. „Der Gast ist König“ gilt nur in Hotels. Vom Gastgeber lässt man sich verwöhnen, aber nicht bedienen. Gleichzeitig sollen Sie nicht jedes Mal pflichtschuldig aufspringen, sobald die Gastgeberin eine Tasse in die Hand nimmt. Ihr zweifellos gut gemeintes Angebot zur Hilfestellung soll den Notwendigkeiten angepasst sein: Die Bügelwäsche geht Sie ebenso wenig an wie die Ernährung des Hausherrn. Erfühlen Sie, was erwartet wird: Manche Gastgeber können es überhaupt nicht leiden, wenn der Besuch den Tisch abräumt. Sowieso ist man als Gast dem fremden Haushalt nicht gewachsen und bringt eher alles durcheinander.

7. Reisen Sie weder mit Ihren Kindern noch mit Ihren Hunden an. Niemand findet die so hinreißend wie Sie. Selbst wenn Sie explizit darum gebeten werden: Wissen Ihre Gastgeber, worauf sie sich da einlassen? Kinder und Hunde sind Imperialisten und davon überzeugt, dass jedes Haus, in dem sie eine Nacht geschlafen haben, automatisch in ihren Besitz übergeht.

8. Wenn es kein Personal gibt, ziehen Sie bei Abreise Ihre Bettwäsche selbst ab und legen Sie sie lose gefaltet zusammen. Wenn es Personal gibt, hinterlassen Sie auf Ihrem Nachttisch in einem Umschlag ein Trinkgeld. Je nachdem, wie lange Sie zu Besuch waren, sind Beträge zwischen 10 und 30 Euro angemessen.

9. Schreiben Sie nach Ihrem Besuch einen handschriftlichen Brief. Am besten mit Füller. Das sieht gut aus und hat Stil.

Autorin: Katharina von der Leyen

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