Brad PittBesser wird er nicht

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Advokat der Armen, Spendensammler bei den Reichen – alles schön und gut. Doch Marlene Sørensen vermisst die Zeit, in der Brad Pitt einfach nur sexy war.

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Date mit Brad Pitt. Sie sitzen in einer Bar. Außer Ihnen sind kaum noch Gäste da. Das Licht ist auf Kerzenscheinstärke gedimmt. Sie nippen an Ihrem Espresso.

Da legt Brad sanft die Hand auf Ihr Knie und flüstert Ihnen zu: „Wusstest du, dass wir Kaffeebohnen in Afrika kaufen, sie dort aber nicht weiterverarbeiten lassen? Dabei wird damit das meiste Geld verdient!“ Zahlen, bitte.

Brad Pitt hat sich zum Guten Samariter von Hollywood entwickelt. Oder sagen wir: Er hat sich von Angelina Jolie zu einem erziehen lassen.

2004 hatte er sie beim Dreh von „Mr. & Mrs. Smith“ kennengelernt, Anfang 2005 trennte er sich von Ehefrau Jennifer Aniston, wenige Monate später waren Brad Pitt und Angelina Jolie ein Paar.

Seitdem befindet er sich auf einer Art globalem Hilfsmarathon. Er reiste zum World Economic Forum nach Davos, half in New Orleans beim Wiederaufbau der Stadt und spendete Millionen an wohltätige Stiftungen.

Vielleicht wollte er seine neue Freundin einfach nur beeindrucken. Aber dann hätte er es wohl dabei belassen, wie sie einen Pilotenschein zu machen (hat er) und wie sie die Haare schwarz zu tragen (hat er auch).

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Aber so, wie er durch erdbebenzerstörte pakistanische Bergdörfer stapfte, schien er entschlossen, ein guter Mensch zu werden. Oder wenigstens ein besserer.

Er adoptierte Jolies Kinder Maddox, 5, und Zahara, 23 Monate, und versprach nach der Geburt von Tochter Shiloh im Mai 2006, das nächste Kind werde wieder adoptiert. Die Jolie-Pitts – eine Familie wie aus der Benetton-Werbung.

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