Brad PittEin Schönling auf Abwegen

Als Philanthrop nimmt sich Brad Pitt nun so wichtig, dass er erwägt, die amerikanische Zeitschrift „Vanity Fair“ zu verklagen, weil sie ihn nur mit nassen (!) Boxershorts bekleidet auf dem Titel zeigte – ohne Pitts Erlaubnis.

Früher hätte er das wohl mit einem Schulterzucken abgetan. Oder sich sogar gefreut, denn immerhin erschien die Zeitschrift passend zum US-Start seines neuen Films, des Sozialdramas „Babel“.

Aber so sexy wie auf dem Bild will er nicht mehr gesehen werden. Dann schon lieber wie in „Babel“, als amerikanischer Tourist in Afrika mit bestürzter Miene und Sorgenfalten. Regisseur Alejandro González Iñárritu sagte: „Mein Ziel war es, dass die Zuschauer vergessen, dass sie Brad Pitt sehen.“ Offensichtlich ist das auch Brad Pitts Ziel.

Das ist nicht nur schade, sondern dumm. Frauen haben sich nicht in erster Linie für seine innere Schönheit interessiert. Sondern für die blitzblauen Augen und die Oberarme, die einen von jedem Abgrund zurückziehen würden. Man konnte ihn bisher schamlos anschmachten. Seine Vorträge über Weltpolitik und Ökokaffee? Passen zu ihm so gut wie Rainer Calmund in einen Sextraum.

Aber es gibt Hoffnung. Bald wird er mit „Ocean’s Thirteen“ in die Kinos kommen, dem dritten Teil der stylishen Gaunerkomödie. Zudem wollen er und Clooney angeblich ein Casino in Las Vegas bauen – eine unfassbar cool aussehende Geldmaschine. Vielleicht machen sie das wirklich. Das würde zwar nicht so gut zu Brad Pitts Gutmenschentum passen. Aber die Welt wäre wieder in Ordnung.

3
Ein Schönling auf Abwegen