Spielerfrau, Gattin, Schmuckdesignerin„Frauen ohne Talent lassen sich halt schwängern“

von AMICA Online Autorin
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Sylvie, Sandy, Sarah: Sie sind jung, bildhübsch, haben meist sehr reiche (Sports-) Freunde und führen ein Leben im Luxus. Aber einen richtigen Beruf haben die Damen oft nicht. Oder gilt Spielerfrau?Jenny Elvers-Elbertzhagen ist es, Alessandra Pocher ist es, Barbara Becker ist es – Ex-Frau? It-Girl? Talentfrei? Nein, Schmuckdesignerin! Wenn auch nur, um verzweifelten Fernseh-Journalisten das Bauchbinden-Bauen zu erleichtern. Oder haben Sie schon einmal unbedingt eine Kette oder einen Ring aus der Kollektion „Lovechild“ oder „Jenny’s“ haben wollen? Ob Schmuckdesignerin, Spielerfrau, Stilberaterin oder Pferde-Osteopathin – in ihrem gemeinsamen Buch „Lassen Sie mich durch, mein Mann ist Arzt. Die Gattin und andere schöne Berufe“ stellen Kabarettistin Gabi Decker und Autor Jens Westerbeck Frauen auf den Prüfstand, die „lieber Gucci als Verantwortung tragen“ und „abends auf Kohlenhydrate und tagsüber auf Arbeit verzichten“. Ein humorvoller Drahtseilakt zwischen der ausgesprochenen Liebe der beiden zum weiblichen Geschlecht und dem Unverständnis für so manches (prominente) Exemplar Frau.

AMICA Online: Frau Decker, Herr Westerbeck, am Ende Ihres Buches kommt das weibliche Geschlecht ziemlich schlecht weg, finden Sie nicht?
Gabi Decker:
Überhaupt nicht! Wir beschreiben lediglich absurde Frauenberufe, die wie Pilze aus dem Boden wachsen und das Interesse derer wecken, die nichts gelernt haben.

Zumindest überzeichnen Sie ein bestimmtes Klischee von Frau...
Jens Westerbeck:
Ursächlich sind es ja die Frauen, die sich mit ihren beknackten Berufen in die Öffentlichkeit drängen. 35 Jahre Emma und jeder Tag erkämpfter Emanzipation nach Rückkehr der Wanderhure verblassen ja immer, wenn wieder 17 Zentimeter Richtung Wellness-Beratung stöckeln. In einem Land, in dem wir über Frauenquoten diskutieren, verstopfen immer noch so viele Schmuckdesignerinnen und Spielerfrauen die roten Teppiche.

Woran liegt es, dass sich Frauen in Zeiten der Emanzipation immer noch den Beruf Gattin oder besagte Alibi-Berufe aussuchen?
Decker:
Weil sie nichts können.
Westerbeck: Früher hat sich die ehrbare Hausfrau in ihren Bungalow gesetzt und nachmittags das Saufen angefangen. Sie ist keinem auf die Nerven gegangen. Heutzutage kommen Frauen wie diese Sabia. Erst hat sie sich in der Silvesternacht selbst eingewechselt, jetzt ist sie schwanger. Glückwunsch zum Klassenerhalt, nie wieder zweite Liga! Warum setzt die sich nicht einfach zu Hause hin und hält den Mund?

© dpa/Marcus Brandt
Rafael van der Vaart und Sabia Boulahrouz
Aber war das nicht ein cleverer Schachzug von Sabia, sich ein Kind von Rafael van der Vaart machen zu lassen?
Decker:
Das machen ja viele. Frauen, die nichts auf die Reihe bekommen, lassen sich schwängern, haben somit etwas „Eigenes“ und bestenfalls ausgesorgt. Sabia hat doch schon drei Kinder, was braucht die denn jetzt noch eins? Das ist reines Kalkül, das hat nichts mit Liebe zu tun! Solche Frauen bekommen in unserem Buch auf die Mütze.

Diese Frauen können nichts, sagen Sie, haben Sie dann nicht das Beste aus ihrer Situation gemacht? Sie könnten ja auch auf Staatskosten zuhause rumsitzen.
Decker:
Diese Frauen setzen neues Leben in die Welt und das völlig willkürlich. Das ist verantwortungslos.
Westerbeck:
Als Vater muss ich auch sagen: Mir tun die Kinder leid – wie das von Jenny Elvers-Elbertzhagen. Die Mutter setzt sich völlig breit in eine Talkshow und gewinnt dann bei Promi-Big-Brother. Ich möchte nicht, dass mein Kind irgendwann sagt: „Papa,  ich werde in der Schule gehänselt. Die Leute sagen zu mir: Deine Mudder hat Promi-Big-Brother gewonnen“. Da würde ich im Zweifel sagen: Lieber Hartz IV mit Anstand, als eine Viertel Million für Promi-Big-Brother.

Gibt es denn einen Weg zurück für jemanden, der von Spielerfrau auf seriös umsatteln will?
Westerbeck:
Die berühmte US-Porno-Darstellerin Jenna Jameson hat mal gesagt: „Wenn man mit zwei Schwänzen im Arsch angefangen hat, wird man nie wieder Meryl Streep.“ Der Weg zurück wird also ein harter sein, weil man natürlich immer wieder alles vorgehalten bekommt.
Decker:
Überlegt... Grundsätzlich gibt es immer einen Weg.

 

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„Frauen ohne Talent lassen sich halt schwängern“