AMICA-UmfrageCornelia Hobbhahn

© privat

AMICA: Gibt es einen „Obama“-Faktor in Ihrem Leben?

Cornelia Hobbhahn, PR-Managerin Clarins: Immer, wenn sich keiner ergibt, suche ich ihn, das hängt vielleicht mit meinem Sternzeichen Widder zusammen. Aktuell: Der 80. Geburtstag meiner Lieblingstante oder der Antritt der neuen Generation in unserem Familienunternehmen: die 24-jährige Tochter von Christian Courtin-Clarins tritt in das Unternehmen in Paris ein, die personifizierte Hoffnung auf Kontinuität und strahlende Zukunft.

Was haben Sie sich im letzten Monat gegönnt?

Eine Überdosis Familie für fünf Tage, mit Geschwistern, deren Kinder, immerhin 14 Personen.

Worauf haben Sie verzichtet und warum?

Auf ein paar Schuhe. Und es war ein super Gefühl, dem völlig überbewertetem Schuhtick widerstehen zu können, ganz ohne Nebenwirkungen.

Was ist wichtiger, was ist unwichtiger geworden?

Besser hinschauen und vor allem handeln, wenn es anderen nicht gut geht. Unwichtiger: Der Schein.

Was fällt Ihnen in Ihrem persönlichen Bereich zu dem Begriff „Change“ ein?

Werte entstauben und ihnen einen neuen festen Platz geben und darauf vertrauen können, dass es andere verstehen.

Wen oder was haben Sie für sich neu entdeckt?

Die Verlangsamung der Zeit.

Auf welche persönliche Veränderung sind Sie besonders stolz?

Es ist noch ein bisschen zu früh, aber ich hoffe, die Punkte unter 4. wirklich und fast immer umsetzen zu können.

Bitte vervollständigen Sie den Satz: „Jetzt habe ich endlich die Chance ...“

Eingefahrene Rituale mit einem unbestechlichen Argument in die Wüste zu schicken.

Und last not least: Was nervt Sie an dem ganzen Krisen-Gerede?

Viele Reden, wenige Taten. Milliarden gehen häufig an die, die sich selbst in die miese Situation gebracht haben und sie daher einfach nicht verdienen. Und: Wir – das Volk – finanzieren diese Milliarden, nicht die Politiker, aber wir werden überhaupt nicht gefragt.