AMICA-UmfrageJacqui Naylor

© California Sunset Records/wavemusic

AMICA: „Change“ ist das Wort der Stunde und das Gegenmantra zur Krise. Was ist wohl die richtige Reaktion?

Jacqui Naylor, Sängerin: Ich denke, wir müssen alle zu der Überzeugung kommen, dass diese Krise die Menschheit in irgendeiner Weise zum Besseren verändern wird. Ich für meinen Teil werde weniger Ressourcen verschwenden, dankbar sein für das, was ich habe und versuchen denen zu helfen, die weniger vermögend sind.

Gibt es einen „Obama“-Faktor in Ihrem Leben?

Absolut. Ich war nie stolz darauf Amerikanerin zu sein, aber jetzt empfinde ich Stolz bei dem Gedanken, in dieser Zeit Teil der Gesellschaft zu sein, die diesen Mann an die Macht gebracht hat. Es ist schön, Hoffnung zu haben.

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Was haben Sie sich im letzten Monat gegönnt?

Einen grauen Kaschmirpullover, aus dem Schlussverkauf natürlich und eine Pediküre.

Worauf haben Sie verzichtet und warum?

Ich versuche Verurteilungen zu verzichten, weil es hart ist zu wissen, dass jemand anders leidet, insbesondere jetzt.

Was ist wichtiger, was ist unwichtiger geworden?

Zeit mit meiner Familie, meinem Hund und Gemeinschaft ist jetzt noch wichtiger geworden. Und sicherzugehen, dass ich wirklich Menschen verbinde, wenn ich singe. Geld hat an Bedeutung verloren.

Was fällt Ihnen in Ihrem persönlichen Bereich zu dem Begriff „Change“ ein?

Für mich bedeutet es, dass die Welt die Hoffnung hat, dass sich die Dinge wirklich ändern können ... es gibt eine erneuerte Hoffnung in den Menschen, die sie dazu bringt, die Veränderung zu wollen und sich zu engagieren.

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Wen oder was haben Sie für sich neu entdeckt?

Gan Mao Ling, eine chinesische Medizin, die mich auf Tour gesund hält, wenn ich merke, dass sich eine Erkältung anbahnt.

Auf welche persönliche Veränderung sind Sie besonders stolz?

Weniger auszugeben, mehr zuzuhören, gesünder zu essen.

Bitte vervollständigen Sie den Satz: „Jetzt habe ich endlich die Chance ...“

... meinen Tee zu genießen.

Und last not least: Was nervt Sie an dem ganzen Krisen-Gerede?

Ich hasse es, dass wir Umweltzerstörung und Kapitalismus in diesem Maß zugelassen haben und jetzt die Verluste verstaatlichen.