AMICA-UmfrageNikka Costa

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AMICA: Was haben Sie sich im letzten Monat gegönnt?

Nikka Costa, Sängerin und Songwriterin: Einen dringend notwendigen Urlaub in Australien mit Familie und Sonne für einen Monat.

Worauf haben Sie verzichtet und warum?

Auf Zigaretten, Höhe, wenn ich es vermeiden kann, enge Räume und oberflächliche Menschen. Weil sie mich alle krank machen.

Was ist wichtiger, was ist unwichtiger geworden?

Seit ich ein Kind habe, sind die wichtigen Dinge, die mir in den Sinn kommen, einerseits eher Kleinigkeiten wie Freizeit, lange Bäder, Filme, andererseits große Einheiten wie die Gesundheit meiner Familie, Dankbarkeit für das, was wir haben, alte und neue Träume und mich daran zu erinnern, warum ich das tue, was ich tue.

Weniger wichtig sind Dinge wie die Meinung anderer Leute, wie flach ist mein Bauch oder was gilt als „cool und uncool“.

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Was fällt Ihnen in Ihrem persönlichen Bereich zu dem Begriff „Change“ ein?

Ich persönlich ändere ständig etwas. Ich wechsle Schlüssel, Geschwindigkeiten, Kleidung, Windeln, ändere Pläne ... die Dinge sind immer im Fluss. Ich denke, das Wort „Wechsel“ steht im heutigen Kontext der Welt für die Verpflichtung bessere Menschen zu sein und besser miteinander zu leben. Ganz grundsätzlich: Mehr lieben.

Wen oder was haben Sie für sich neu entdeckt?

Wie man ein hartgekochtes Ei mit einer schnellen Bewegung schält. Unglaublich!

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Auf welche persönliche Veränderung sind Sie besonders stolz?

Dass ich es durchgezogen habe und ein Kind bekommen habe, obwohl ein großer Prozentsatz in mir Angst hatte.

Bitte vervollständigen Sie den Satz: „Jetzt habe ich endlich die Chance ...“

... unsere zukünftigen Generationen zu beeinflussen, indem ich eine gute Muter bin und ein Vorbild bin, auf das meine Kinder stolz sein können.

Und last not least: Was nervt Sie an dem ganzen Krisen-Gerede?

Was mich an dem ganzen Krisen-Gerede stört ist, dass es nicht lang gedauert hat, bis wir etwas Neues hatten, vor dem wir Angst haben. Wir haben uns als Land, als Welt so lange Zeit in einem Angstzustand befunden. Es scheint, als ob in dieser Zeit der Hoffnung und des Optimismus für unsere Zukunft die Medien es gar nicht abwarten konnten, die „Angst vor dem Terror“ auf eine andere Ebene zu heben, die jetzt eine „Angst vor einer großen ökonomischen Krise“ ist. Ich will damit nicht sagen, dass das, womit wir konfrontiert sind nicht real ist, aber ich denke nicht, dass die Medien irgendjemandem helfen, mit dem, was kommt klarzukommen, indem sie jeden in einen Panikzustand versetzen. Das nervt mich.