Bambi-Star Céline Dion im PorträtSchillernde Schmachtkönigin

von AMICA Online Redakteurin J'adore les Parisiennes!
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Die Looks von Céline Dion
Céline Dion

Ewig klingen „My Heart Will Go On“ und „Pour que tu m’aimes encore” in den Ohren ihrer Fans. Daran hängen Erinnerungen an den ersten Schwof, den Duft des ersten Schwarms oder erste Küsse. Céline Dion feierte dank ihrer gefühlvollen Schmachtfetzen-Stimme weltweite Erfolge: Oscars, Grammys, Goldene Schallplatten und Bambis, die Liste ihrer Auszeichnungen ist beinahe unendlich. Doch seit 2007 hat sie ihre Stimme nicht mehr zu neuen Liedern erhoben. Erst im November dieses Jahres erschien ihre aktuelle Platte „Sans Attendre“. Und lädt wieder ein zum Dahinschmelzen. Ebenso wie zum Blick auf ihren Stil und ihren Aufstieg.

Knappe Kleider ergänzt um himmellange Beine, gestreckt von High Heels und eine wallende blonde Mähne – das sind die Markenzeichen von Céline Dion. So zeigt auch die Illustration auf ihrem aktuellen Album die kanadische Sängerin. Immer figurbetont in Kleidern von Balmain, Chanel, Lanvin oder Versace, sexy und trendorientiert. So trug Dion Dauerwelle und Bauchfrei-Top in den 90ern und kurze Haare Anfang der 2000er-Jahre. Für Oscar-Verleihungen wählte die heute 44-Jährige stets glamouröse Roben wie 2007 eine flaschengrüne Vintage-Kreation von James Galanos oder ein silbern schimmerndes Kleid von Giorgio Armani Privé 2011. Nur vier Monate nach der Geburt ihrer Zwillinge strahlte Dion wieder schlank wie eh und je. Einzig 1999 leistete sie sich dort im merkwürdig geschnittenen, weißen Hosenanzug einen Fashion-Fauxpas. Auf die Bühne begleiten ihre schmachtende Balladen-Stimme gerne Glitzer-Outfits.

© Vegas Magazine
Glitzerfreie Zone: Zur Abwechslung trägt Céline Dion auf der September-Ausgabe 2012 des „Venus Magazine“ eine schlichte Schwarz-Weiß-Kombination.

Auch wenn sie große Modedesigner verehrt, dreht sich Dions Leben weit weniger um Mode als man vermuten könnte. Im „Vegas Magazine“, dessen September-Titelblatt 2012 sie zierte, verriet die Sängerin: „Mode würde, denke ich, gar nichts für mich bedeuten, wenn ich mit meinem Leben nicht glücklich wäre. Die Kinder machen meine Stimmung aus.“

Familie ist ihr ein und alles, ihr Ruhepol im Dreieck der Wohnsitze Québec, Florida und Nevada. Bis sie ihre drei Söhne, René-Charles (2001) und die Zwillinge Eddy und Nelson (2010) zur Welt gebracht hatte, kämpfte sie mit vielen erfolglosen künstlichen Befruchtungen. Diese waren notwendig geworden, weil beinahe direkt vor der Schwangerschaft mit dem ersten Kind bei ihrem Mann und Manager René Angélil Speiseröhrenkrebs diagnostiziert worden war. Durch die folgende Chemotherapie bestand die Gefahr der Unfruchtbarkeit. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Dion für eine Zeit aus dem Musikgeschäft zurückgezogen, rückte noch näher mit ihrem Partner zusammen. „Ich bin ein offenes Buch. Als René erkrankte, teilte ich das. Als ich eine harte Zeit hatte in Sachen Kinderkriegen, teilte ich das“, so Dion in „Vegas Magazine“. „Wir sind normal, wir kämpfen manchmal um das, was wir haben wollen. Wir haben Aufs und Abs. Plötzlich hat das Singen eine Bedeutung.“ Bis heute besucht die Sängerin beinahe jede Veranstaltung gemeinsam mit ihrem Mann.

Der Aufstieg von Céline Dion zum Weltstar

Céline Dion ist in Charlemagne, einer Kleinstadt fünfzig Kilometer östlich von Montreal, als jüngstes von vierzehn Kindern aufgewachsen. Schon als kleines Mädchen begann die Kanadierin zu singen. Mit der Komposition „Ce n’était qu’un rêve“ entdeckte Manager René Angélil die damals noch Brünette 1981. Es folgte eine sensationelle Liebes- und Erfolgsgeschichte.

Er machte sie zum Star: 1992 sang sich Dion im Duett mit Peabo Bryson und dem Titelsong „Beauty and the Beast“ zum internationalen Durchbruch, 1997 macht sie sich mit der „Titanic“-Ballade „My Heart Will Go On“ unvergessen. 1994 heiratete sie den 26 Jahre älteren Landsmann.

„Meine Kinder geben mir die Ausgeglichenheit richtig zu leben“, sagte Dion. „Am schwierigsten ist es im Leben Balance zu finden. Vor allem, je mehr Erfolg du hast, umso mehr schaust du auf die andere Seite. (…) Ich bin die glücklichste Frau. Ich habe einen wundervollen Ehemann, ich habe drei fantastische Kinder. Wonach sollte ich suchen? Ich liebe meine Fans und meine Shows leidenschaftlich. Aber die größte Belohnung in der Erfolgsgeschichte meines Lebens sind mein Ehemann und meine Kinder.“

© Hubert Burda Media

Für ihre musikalische Erfolgsgeschichte bekommt Céline Dion dieses Jahr ihren dritten Bambi. 1996 wurde sie mit dem Bambi in der Kategorie „Pop International“ für das Album „Falling Into You“ ausgezeichnet, 1998 für „My Heart Will Go On“ als eine der erfolgreichsten Singles der deutschen Musikgeschichte.

Zur Begründung für Goldkitz Nummer drei ließ die Bambi-Jury wissen: „Céline Dion ist eine der erfolgreichsten Solokünstlerinnen unserer Zeit und eine große Entertainerin. Seit über 25 Jahren berührt und bewegt sie die Menschen mit ihrer Musik. Mit ihren Shows in Las Vegas zeigt sie der ganzen Welt die Faszination des Liveentertainment. Dafür erhält Céline Dion den Bambi in der Kategorie Entertainment."

© REUTERS

Ihr Erfolg der vergangenen Jahre zeigt sich auch in Zahlen: In einer Rechnung der „Los Angeles Times“ erreichte Céline Dion den Spitzenplatz als bestverdienende Künstlerin der Welt in der Dekade von 2000 bis 2010. Mit rund 750 Millionen Dollar lag die kanadische Schmachtkönigin damit vor den Beatles, den Rolling Stones oder U2.

Ihre ganze Bewunderung gilt einem anderen Star: Adele. „Sie ist unglaublich schön“, schwärmte sie im „Vegas Magazine“. „Ich finde, es ist erfrischend jemanden zu sehen, der, und verstehen Sie mich nicht falsch, wenn ich das sage, nicht extrem magersüchtig aussieht.“ Denn auch das gehört zum Leben der Céline Dion: Ähnlich wie Keira Knightley oder Miley Cyrus heute unterstellten ihre viele eine Essstörung. Denjenigen entgegnete Dion stets, dass sie schon immer so schlank gebaut gewesen wäre. Ihre Figur zeigte sich gerade auch freizügig im „V Magazine“. Und sagte dazu im Gespräch mit „District V“: „Man kann nicht jedem gefallen. Und ich hatte sehr viel Spaß beim Shooting.“ Und macht ganz den Eindruck, dass sie sich mit sich und ihrem Körper rundum wohlfühlt.

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