Die kleine GeschichteDie Flipflops

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Am Strand, in der Stadt oder im Büro – sie sind das eindeutige Zeichen von gutem Wetter. Die kleine Geschichte der Flipflops.

Um auf Sand zu gehen, ohne sich die Füße zu verbrennen oder sich sonst wie weh zu tun – das war der Grund, warum die Ägypter sie vor 5000 Jahren erfunden haben: die Latschen. Ein komisches Teil, bestehend aus einer Sohle und einem Riemen aus Leder. Sie sind Zeichen von Armut, von Schick oder von Keuschheit.

Und da sie den Fußmarsch so lieben, findet man sie irgendwann in Japan. Dort landen sie an den Füßen der Bauern. Praktisch, um in den Reisfeldern zu gehen, wurden sie in erster Linie zur Volkssandale. In den Zwanzigern eroberten die Latschen Flipflops den Strand – besonders die Copacabana in Brasilien. Zwischen Partyfeiern, Sonne und schönen Mädchen wurden die Strandlatschen zu einem der Markenzeichen des Landes. Die Massenproduktion setzte ein.

Die Flipflops Strandlatschen wurden zum weltweiten Kultobjekt. Es bedurfte erst der aufwändigen Beihilfe einiger Kinostars, damit die Latschen in der ganzen Welt bedenkenlos getragen werden konnten. Erst als Julia Roberts, Sandra Bullock oder Kate Moss ihre Füße mit diesen Schuhen schmückten, haben sie sich durchgesetzt. Seitdem hört man auf den Straßen der ganzen Welt ihr leises zap-zap-zap, das so vertraut klingt. Das französische Wort für die Sandale „Tong“ wurde von den Amerikanern während des Vietnamkrieges geprägt. Es bedeutet schlicht und einfach „Riemen“.