„Inszenierter Zirkus“ und „viel zu lang“ González und Morbach lästern über „Das perfekte Model“

 

Als Catwalk-Trainer arbeitet Jorge González für „GNTM“, Armin Morbach war dort Jury-Mitglied. Beide haben sich die neue Casting-Show „Das perfekte Model“ angesehen und urteilen abfällig.
Text: Veronika Schaller & Kerstin Kotlar
© Mercedes-Benz Fashion Week
Eva Padberg und Karolína Kurková wollten alles ganz anders machen als Heidi Klum. Das verrieten sie in Interviews mit AMICA Online und FOCUS Online. Herzlicher sollte es bei der ihrer Modelsuche zugehen, und realitätsnäher. So startete letzten Dienstag mit „Das perfekte Model“ auf Vox eine Konkurrenz-Sendung zur Castingshow „Germany’s next Topmodel“, die ab 23. Februar auf Prosieben in die siebte Runde gehen wird. Gespannt schauten sich das neue Format daher auch (ehemalige) „Germany’s next Topmodel“-Mitwirkende an.
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Jorge González bei der Fashion Week Berlin im Januar 2012
„Von ‚Das perfekte Model‘ hätte ich mir mehr erwartet, weil vorher so viel dafür geworben wurde“, sagte Jorge González nach der Ausstrahlung gegenüber AMICA Online und fügte hinzu: „Aber die Show war keine Revolution, sondern eine billige Kopie von ‚Germany’s next Topmodel‘. Sie haben zwei hübsche Jurorinnen, mehr nicht.“ Als Catwalk-Trainer bringt Jorge González den Mädchen in der neuen “GNTM”-Staffel wieder das Laufen bei.

Armin Morbach kann González nur beipflichten. „Ich hatte mir von der Show mehr Überraschungen versprochen, aber leider ist sie das gleiche wie GNTM in Grün“, so der Ex-Juror von „Germany’s next Topmodel“ im Interview mit AMICA Online. Anders hätte sich der Star-Stylist beispielsweise die Castings vorgestellt. Seiner Meinung nach sei die Sendung eine einzige „Zurschaustellung von Karolína Kurková“, alles andere rücke in den Hintergrund.

Empört zeigte sich Jorge González über Ähnlichkeiten mit „GNTM“: „Ich dachte ich wäre im falschen Film. Vor allem, als Eva Padberg von ‚Chicas‘ gesprochen hat. Dieser Begriff ist schließlich stark mit mir verbunden.“ Den Auftritt der Drag-Queen Keri Jackson empfand er als inszeniert. „Das war keine Überraschung, sondern nur ein inszenierter Zirkus – mehr nicht“, so der Castingshow-Experte.
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„Die Show dauert außerdem viel zu lang“, urteilt Morbach. „Sie sollten die Sendung auf 45 Minuten kürzen, dann wäre es auch spannend.“ Tyra Banks mache das toll. Immerhin findet der Fotograf: „‘Das perfekte Model‘ hat schönere Mädchen als ‚Germany’s next Topmodel‘. Hier sind schon echte Models dabei und es wird nicht versucht aus einem Dorfmädchen ein Topmodel zu machen.“

Braucht es überhaupt eine zweite Model-Show? Darüber ist sich Morbach nicht ganz schlüssig. „Für junge Mädchen vielleicht, aber es passiert dort nichts, was ich nicht schon aus meinem Berufsalltag kenne“, erklärte der Stylist. „Das ganze Drama rund um die Castingshow jedenfalls finde ich völlig überflüssig. Was soll die Melancholie mit Todesfällen in der Familie oder Ähnlichem?“

Ob das Publikum noch mehr Nachwuchsschönheiten beim Start in den Beruf beobachten will, inklusive persönlichen Tragödien, wird sich noch zeigen. Die Einschaltquote war mit 1,29-Millionen Zuschauern am 31. Januar 2012 jedenfalls noch verhalten (ab jetzt jeden Dienstag 21.15 Uhr, Vox). Der Staffelstart von „Germany’s next Topmodel“ 2011 lockte mehr als doppelt so viele Deutsche vor die Fernseher, das Finale wollten 4,8 Millionen sehen.

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Marc  |  10.02.2012, 18:06
Armin
aber mal schön auf jeden Event sich neben Eva quetschen. Toller Freund der Armin.

nobody  |  07.02.2012, 19:15
Kommentar
wow der Laufstegclown hat das wort chickas erfunden... ich bin beeindruckt! In einem hat der Lorbach recht. Die Models sind halt echte Models...

Goffmann  |  07.02.2012, 16:33
Immer zwei
Außer beim Fußball. Da sind's mal drei Parteien. "Scripted Pseudo-Reality" ertrug ich noch nie, zu Bohlen, Saalfrank &Co. fällt mir sofort ein "Die Würde des Menschen ist unantastbar".
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