Basler-Designer Brian Rennie„Für klapperdünne Models schäme ich mich“

von AMICA Online Redakteurin J'adore les Parisiennes!
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Sophia Thomalla ist ein bekennender Fan von Basler-Designer Brian Rennie.

Es begann mit Jennifer Lopez. Ihre Stylistin kontaktierte Brian Rennie als Erste, nachdem der Designer bei Basler angefangen hatte, um ein Kleid von ihm zu tragen. Der Auftakt die „Omi-Marke“, wie er sagt, zum Star-Liebling zu etablieren.

Im Hotel de Rome drängeln sich die prominenten Gäste zur Präsentation seiner Herbst-Winter-Kollektion 2013/14 in den Saal. Mitten drin: Lilly Becker mit Sohn Noah. Der 18-Jährige schaut etwas unmotiviert drein, doch seine Stiefmutter versichert ihm: „Es wird eine großartige Show.“ Sie trägt ein schwarzes Schößchen-Kleid mit Spitzendetails, das ihre Sanduhr-Silhouette perfekt in Szene setzt. „Basler war reif für einen kleinen Wandel und für jemanden, der junge Frauen versteht. Ich mag die taillierten Schnitte von Brian Rennie und die knieumspielenden Röcke“, verrät Lilly Becker. „Ich kann nicht mehr nur Brüste und Po zeigen. Dafür bin ich zu alt und das möchte ich auch nicht mehr. Sein Stil ist sophisticated, sexy und elegant.“

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Golden und opulent – das Motto der Basler-Kollektion für den Herbst/Winter 2013/14 lautete „James Bond Glamour Girl“.

In die Lobhudelei stimmen Mariella Ahrens, Caroline Beil und Sophia Thomalla ohne Zögern ein. „Ich bin ein Brian-Rennie-Fan. Mir gefällt, wie er mit Mustern und Farben spielt. Das trifft genau meinen Geschmack“, schwärmt Caroline Beil. „Vorher habe ich Basler nicht auf dem Zettel gehabt. Mit Brian Rennie ist es eine Marke geworden, die ich trage.“ Sophia Thomalla fiebert neben ihrer Mutter Simone der Show entgegen: „Ich schätze Basler als bequem, hochwertig, alltagstauglich und sehr stylisch. Drama-Kleider finde ich super.“ Mariella Ahrens findet: „Brian Rennie macht tolle Cocktailkleider.“

Immer wieder Brian Rennie. Unmittelbar verwoben mit dem Erfolg von Basler bei den Stars ist somit seine Person. Der gebürtige Schotte beweist, wie viel Einfluss die Designerpersönlichkeit auf eine Marke hat. Konsequent hat der erfahrene Kreative, seit er im März 2011 zu Basler kam, angefangen das biedere Image von den Kleiderbügeln des deutschen Unternehmens abzunehmen. „Basler eine Designerhandschrift verleihen“ ist sein erklärtes Ziel. Dass auch die Stars hierzulande Rennie lieben, zeigte sich im Herbst bei der Bambi-Verleihung, als Franziska Knuppe und Sylvie van der Vaart Drama-Kleider aus seiner Feder trugen. Auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin folgt nun die Fortsetzung.

„James Bond Glamour Girl“
Basler, Herbst-Winter-Kollektion 2013/2014

Während Mariella Ahrens auf der Suche nach ihrem Lieblingslook für die Basler-Party hinter dem Paravent im Anproberaum hervorspitzt, verrät Brian Rennie AMICA Online schon vor der Präsentation Details zu seinen Kreationen „James Bond Glamour Girls“.

In der Show seiner Herbst-Winter-Kollektion 2013/14 ist alles Gold und glänzt. Angefangen von den Stoffen über das Make-up und die Fingernägel bis hin zum Flitterregen im Finale. Angefangen hat es mit den Farbwelten, in denen schnell Gold und Schwarz dominierten, so kam Rennie auf die Idee seine Kreationen unter diesem filmischen Titel zusammenzufassen.

So findet sich viel Opulenz mit Hommage an Russland. An den Basler-Kleiderstangen hängen Brokat-Muster, Jacken aus Pelz („wir verwenden ausschließlich Pelze von Nutztieren wie Lamm und Kaninchen“), viele Lederkreationen, einige Looks mit Military-Einfluss, sehr schmal geschnittene Hosen, bestickte Jeans und goldene Daunenjacken. „Ein großer Trend sind für uns Schößchen“, erläutert der Designer weiter. Einer seiner Lieblingsstoffe: „bestickter Tweed mit modernen Plastiksteinen im 30er-Jahre-Stil“. In Sachen Farben setzt Rennie auf wenige Highlights, dieses Mal „Shocking Pink“ und dunkle Pflaume.

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Brian Rennie kann mit Magermodels nichts anfangen. Für seine Show ließ er extra die 38-jährige Nieves Alvarez einfliegen. „Ich wollte die Mischung aus älteren und jüngeren Models, aber alle mussten kurvig und sexy sein“, sagt Rennie.

„Für die Show kann es nie zu viel Drama sein. In der Kollektion selbst haben wir auch viele kommerzielle Themen wie sportive Elemente, Jersey oder Strick“, erklärt Rennie sein Erfolgskonzept für Basler. Dazu gehört außerdem, dass er einerseits mit extravaganten Mänteln das Erbe der Firma feiert. Andererseits sind seine „Handschrift ganz klar Kleider“, so der 49-Jährige. „So haben wir mit der Mischung aus Tradition und Sexiness eine tolle Chance für die Zukunft.“

Was braucht ein Drama-Kleid à la Brian Rennie? „Etwas Glitzer, einen sexy Ausschnitt und schmeichelnde Stoffe wie Pannesamt.“ Ob er denn selbst privat auch manchmal zur Drama-Queen wird? „Da müssen Sie meinen Mann fragen“, lacht Rennie. „Nein, eigentlich bin ich ganz bodenständig.“ Um seine Gelassenheit ist es nur dann geschehen, wenn es um Magermodels geht. „Diese klapperdünnen Models in Berlin bringen mich auf die Palme“, empört sich der Designer. „Da schäme ich mich in der Modebranche zu arbeiten, wenn die Leute das schön finden. Ich finde das nicht schön.“

Weil Rennie so erschrocken über den Trend in Deutschlands Hauptstadt ist, lässt er fast alle seine Models einfliegen. Eines davon: Lieblingsmodel Nieves, 38 Jahre. „Ich wollte die Mischung aus älteren und jüngeren Models, aber alle mussten kurvig und sexy sein“, so der Star-Liebling. „Denn ich zelebriere die weibliche Form.“ Wenn noch mehr Kreative so denken würden, könnte das Magermodel-Problem gelöst werden. Hofft Rennie jedenfalls.

Mit Basler-Mode, die Weiblichkeit feiert, ist er auf Expansionskurs. Weltweit hat das Unternehmen 2000 Mitarbeiter, es gibt 31 Geschäfte in Deutschland und 80 weltweit, dazu kommen weitere 200 Points of Sale rund um den Globus. Hier machte Basler im vergangenen Geschäftsjahr 170 Millionen Euro Umsatz.

„Wir haben viel jüngere Kundinnen gewonnen. Basler war bekannt als Omi-Marke und für biedere Kleidung“, bilanziert Rennie zu seiner Strategie. „Jetzt haben wir Promi-Aufgebot ohne Ende, in der ersten Reihe haben wir gar nicht genug Platz.“

Und wenn es nicht um die Verführung von Stars, sondern von Männern geht? „Das perfekte Kleid dafür, ist meiner Meinung ein Schößchenkleid. Denn die Männer mögen an Frauen die Kurven von Oberweite und Po“, so Brian Rennie. „Die Schößchen verstärken die Sanduhr-Silhouette. Wenn das Kleid unterhalb des Knies endet, ist es für mich die neue Sexiness.“ Den schönsten Beweis dafür liefert Lilly Becker.

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