Fashion Week Berlin Mode in Porno-Form
Was große Fashion-Labels mit verruchten Kampagnen andeuten, erzählen zwei Blogger in einem Kurzfilm zu Ende. „Será el comienzo“ ersetzt die Fantasie durch Sperma.
Text: Veronika Schaller
© Screenshot Dandydiary.de
„Mode läuft auf Sex hinaus. Wir drehen das um: Bei uns führt der Sex zur Mode“, sagte Jakob Haupt, einer der zwei Betreiber des Männermodeblogs gegenüber Spiegel Online. „Man kann unseren Film kritisch sehen oder einfach ästhetisch.“ Es sollte zu Ende erzählt werden, „was in mindestens jeder zweiten Fashion-Fotostrecke und in den momentan schwer angesagten Fashionfilmen der großen Modehäuser immer explizit angedeutet, aber doch nie zum Abschluss gebracht wird.“
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Das Ende ist der Anfang im Modeporno Séra el comienzo"
Die Protagonisten im Modeporno von „Dandydiary.de“ ziehen sich nicht aus, sondern an. Es geht explizit zur Sache und beginnt mit seinem Höhepunkt. Zoom auf ihren Ring, das Bild hält an: „Unisex Curated by JP Singson“ steht da. Am Schluss stehen die Darsteller komplett angezogen voreinander. Sie in Schuhen von Michael Kors, Strümpfen von Christian Dior, einem Rock von Yohij Yamamoto und einem Schulter-Pad aus Leder von Esther Perbandt. Er in einem Hemd von Dolce & Gabbana und in einem Mantel von Rick Owens. Das sieht schön aus. Aber ob man den Anfang des Films wirklich sehen will, sei dahingestellt. Fest steht: Redestoff liefert, was mit Sex schockiert. Und sexy Fotos mit Models in Unterwäsche, schockieren in unserer Gesellschaft schon lange nicht mehr.
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