Frühjahr/Sommer 2012: Hien Le Schlicht heimatverbunden

 

Der Jungdesigner Hien Le sahnt anerkennenden Applaus für seine Show ab. Seine Entwürfe sind einfach, die Farbgebung reduziert und eine Hommage an seinen Großvater.
Text: Kerstin Kotlar
© Mercedes-Benz Fashion Week
Huch, so laut tosender Beifall! Ganz überrascht verschwindet Hien Le schnell wieder hinter die Kulissen. Der laotische Jungdesigner hat gerade den dritten Platz beim „Start your own fashion business“-Award gewonnen.

So präsentierte Hien Le, obwohl am letzten Tag der Fashion Week Berlin viele schon abgereist sind, vor vollen Rängen.
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Die Zuschauer freuten sich über eine Kollektion aus schlichten Schnitten und klarer Linienführung. Sie zeigen sich beispielsweise in Form einer Kastenjacke, einem lichtgrauen Blouson mit Stehkragen und den simplen Shirts mit Rundhalsausschnitt und Ärmeln bis zum Ellbogen.

Ebenso unaufgeregt inszenierte der Asiate eine reduzierte Farbpalette aus Rot (Shorts, Stricktop) und Beige (Zigarettenhose, Rock mit hoher Taille), durchsetzt von ein wenig Zitronengelb (Jumpsuit) und Taubenblau (Shorts in Turnhöschen-Optik). Zum Schluss wagte Le doch noch eine seitliche Spielerei mit fließend fallenden Stoffbahnen an einem cremefarbenen Etuikleid mit geknotetem Ledergürtel.

Gewidmet hat der Designer seinem Großvater, der während der Kolonialzeit Schneider in Laos war. Überhaupt ist Le sehr familienverbunden: Jedes Teil der Kollektion trägt den Namen eines Familienmitglieds wie beispielsweise langes Seidentop Tien, Rock Leke, Bluse Nhat oder Seidenkleid Nhat.
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