Frühjahr/Sommer 2012: Iris van Herpen Wandelnde Statuen

 

Im Alltag tragbar ist vieles – nicht jedoch die Mode von Iris van Herpen. Aber darum geht es hier auch gar nicht. Hier geht es um Kunst. Darum, wie Art auf Fashion trifft.
Text: Hanna Janzen
Gerade erst zeigte Iris van Herpen bei den Haute-Couture-Schauen in Paris. Damit war sie der Star der Fashion Week Berlin. 2010 wurde die Designerin zur Gewinnerin des Mercedes-Benz Dutch Fashion Award gekürt und am dritten Tag der Modewoche bekam sie den meisten Applaus des Tages.

Die Kollektion der gebürtigen Holländerin ist so aufwendig gestaltet, dass sie sich sie kaum beschreiben lässt.

Nackte, dünne Frauenkörper tragen weiße oder schwarze Gerüste aus gespannten Bändern. Kleider aus plastiklamellenartigem Material liegen so eng an, dass die Models kaum vorwärts kommen, betonen gleichzeitig durch übervoluminöse Rundungen Brust und Taille. Zwei Kleider bestehen aus vielen Lagen weißer Fransen. Graumetallic scheinen Teile von Outfits, beispielsweise ein Ärmel oder die Schulter, die Iris van Herpen gerne betont. Das Highlight ihrer Show ist ein weißes Kleid mit abstehenden Wurzeln, die sich beim Laufen auf und ab bewegen.

Insgesamt 14 Kleider brachte van Herpen über den Laufsteg, ohne dass ein Mädchen auf den very High Heels umfiel. Was für eine Show!
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