Frühjahr/Sommer 2012: Lena Hoschek Dolce Vita

 

Wie sich die Österreicherin den nächsten Sommer vorstellt? Als eine beschwingte Reise ins Italien der Sechziger. Mit verspielten Schleifen, maritimen Farben und Mustermix.
Text: Kerstin Kotlar & Hanna Janzen
Retro-Liebe – das ist es wofür Lena Hoschek bekannt ist. Mit den aktuellen schwingenden Röcken, Puffärmel-Blusen und Jumpsuits hat die österreichische Designerin noch eine neue entdeckt. „Mit der Kollektion wollte ich das Italien-Feeling ausdrücken“, erzählte Hoschek. „Mir war einfach nach Dolce Vita pur.“ Das zeigt sich im Frühjahr/Sommer 2012 mit vielen maritimen Elementen (Overall mit Matrosenkragen und Streifen) sowie unbeschwertem Mustermix (Blumen, Punkte, Streifen an Volants oder Maxirock). Und natürlich fehlte auch ein wenig Hoschek-typisches Karo nicht.

„Aber dieses Mal bin ich etwas Richtung Sechziger gegangen“, erklärte
Hoschek. „Die Taillen habe ich teilweise etwas tiefer gerutscht.“ Die Hüfte umspielen Volants und Schleifen. Verspielt und feminin hat die Modeschöpferin die Bella Figura interpretiert.

Eines der Highlight-Teile: Das schulterfreie kanariengelbe Maxikleid aus Musselin-Seide, das „Germany´s next Topmodel“-Star Rebecca Mir präsentierte. „Ich liebe dieses Kleid“, schwärmte das Model nach der Show.

„Mode erzählt Geschichten“, findet Sila Sahin. Die Schauspielerin, die erst für den Playboy die Hüllen fallen ließ, liebt Mode und betrachtet sie als „Accessoire für die Seele.“ Ihre Geschichte heute: ein luftig, leichter Blumenjumpsuit von Mango kombiniert zur Second-Hand-Tasche, etwas ladylike aufgepeppt mit Schleifen-Peeptoes.

Ganz begeistert ist Sila Sahin nach ihrer ersten Lena-Hoschek-Show von der Kollektion: „Sehr schön, sie weiß einfach, wo sie die Schleifen setzen muss.“ Und die verspielten Verzierungen sitzen beispielsweise seitlich an einem schwarzen hautengen Dress oder am Bikinihöschen. Insgesamt sind sich alle einig: eine herrlich beschwingte Kollektion mit Urlaubsfeeling zum Anziehen. Sahin träumte: „Ich will sofort nach Italien!“
© Hanna Janzen
AMICA Online: Liebe Frau Hoschek, herzlichen Glückwunsch! Wie fühlen Sie sich, direkt nach der Show?
Lena Hoschek:
Ich bin total glücklich, dass alles so super verlaufen ist. Ein riesiger Ballast fällt von mir ab, mir sind sogar kurzzeitig die Tränen gekommen.

Was hat Sie zu dieser wirklich riesigen Kollektion inspiriert?
Das Thema meiner Kollektion lautet Italien. Das Land und insbesondere die maritime Stimmung an der Adriaküste haben mir Ideen gegeben, deshalb waren zum Beispiel auch so viele Bikinis auf dem Laufsteg zu sehen.

Wie würden Sie persönlich den aktuellen Style von Lena Hoschek beschreiben?
Ich denke es treffen sich Pin-up, Kitsch und die 60er Jahre. Ich arbeite aber auch sehr gerne mit Kontrasten, in der neuen Kollektion habe ich diese in den Streifendetails umgesetzt.

Und was ist Ihr persönliches Lieblingsteil?
Ich mag alle Styles mit Bändern.

In den vorherigen Kollektionen haben wir ja viel Vierziger und Fünfziger gesehen. Woher kommt Ihre große Liebe für diese Jahre?
Am Kleidungsstil der beiden Jahrzehnte finde ich toll, dass jede Frau etwas für sich finden kann. Die kurvigen Formen machen eine schöne Silhouette. Man muss nicht riesengroß oder megadünn sein, um die Sachen zu tragen.

Gerade weil Sie sich gerne auf Vergangenes beziehen, arbeiten Sie nicht gerade trendaffin. Haben Sie dennoch Wünsche für die nächste Sommermode?
Ich hoffe auf weniger Jeans und weiblichere Schnitte. Der Boyfriendlook ist zwar cool, Frauen dürften sich aber meiner Meinung nach etwas schicker anziehen, auch im Büro.

Zum Schluss ein paar Teile, die jede Frau in ihrem Kleiderschrank besitzen sollte?
Einen Taillengürtel, etwas Rotes, einen weiten Rock, das kleine Schwarze, Jeans und T-Shirt sowie einen Lippenstift.
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