Frühjahr/Sommer 2012: Mongrels in Common Heidi geht tauchen
Getreu ihrem Mischlingsmotto haben Christine Pluess und Livia Ximenéz Kinder- und Tiefseefilm vermischt. Was Heidi Unterwasser trägt? Süße Schluppenblusen und sphärische Prints.
Text: Kerstin Kotlar
„Der Tiefseetaucher war Livias Inspiration und Heidi war meine“, erklärte Christine Pluess die Idee zur aktuellen Frühjahr-Sommer-Kollektion. „Ich habe doch immer ein bisschen Heimweh und Sehnsucht nach den Bergen“, so die Schweizerin.„Den Film ‚Der Tiefseetaucher’ von Wes Anderson habe ich bestimmt schon hundert Mal gesehen, er ist so wunderschön“, schwärmte Livia Ximenéz. „Jedes Bild ist wie ein Kunstwerk.“ Die beiden Designerinnen von Mongrels in Common, das für Mischling steht, haben ihr Konzept fortgeführt, denn Pluess findet es „immer sehr inspirierend, wenn wir aus zwei Themen etwas Neues kreieren.“
Heidi in Kleidungsform sind Schürzenelemente, Baumwollblusen, Blusenkleidchen, verspielte Knotungen und Latzhosen. Der Tiefseetaucher hat die Farben der Drucke in leicht poppigen Blautönen und die fließenden Stoffe inspiriert.
© Manfred Neugebauer
Die Schauspielerin Alexandra Neldel liebt die Vielfalt auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin.
In die Kollektion mischte sich dieses Mal auch der grafische Aspekt des Streetart-Künstlers XOOOOX. Mit ihm hatten die Designerinnen schon 2009 einmal zusammengearbeitet. „Jetzt wollten wir den Trend fotorealistische Prints weiterentwickeln und mit XOOOOX konnten wir weiter in die grafische Richtung gehen“, erklärte Plues. Ist denn der Streetart-Hype nicht schon vorbei? „Klar, diesen Trend gibt es schon länger“, sagte Ximenéz. „Die Kunst einfach auf Stoff zu drucken, wäre uns auch zu banal gewesen.“ Deshalb steht Print-Design „Wilde Mücken an Schmetterlingen auf Barcode” für das Zusammentreffen urbaner Modernität und harmonischer Naturverbundenheit.
Die fließend leichte Kollektion mit den verspielten Details an Seidenblusen und den Latzhosen-Jumpsuits präsentierte Mongrels in Common seit einem Jahr wieder im zentralen Zelt der Mercedes-Benz Fashion Week. „Die Entscheidung hatte nichts mit der Geschichte des Bebelplatzes zu tun“, erklärte Ximennéz. „Wir wollten einfach wieder back to the roots.“











