Frühjahr/Sommer 2012: Rebekka Ruétz Sanfte Kanten

 

Als eine Facette der Frau sieht Rebekka Ruétz die „Jungfrau“. Was die bei der Österreicherin trägt? Feine Stoffe wie Chiffon, Seide und Spitze kontrastiert mit kühlem Leder.
Text: Kerstin Kotlar
Es ihre Premiere-Premiere: Rebekka Ruétz ist zum ersten Mal auf der Fashion Week Berlin und präsentiert ihre Entwürfe in einer Installation statt wie sonst in einer Show. „Ich mag diese Langsamkeit. Es bringt Ruhe in die schnelle Welt von heute“, so erklärte die Österreicherin ihre Wahl. „Außerdem finde ich es gut, wenn die Leute meine Entwürfe in ihrem Tempo anschauen können und das Material auch anfassen können.“

Fein umstreift die Hände der Besucher beim Begreifen der 60-teiligen Kollektion viel Chiffon, Seide und Spitze. Deren Rüschen und Volants hat Ruétz mit coolen geometrischen Lederimitatdetails kontrastiert. Was der Designerin, die ihr Label 2009 gegründet hat, besonders wichtig ist, ist eine nachhaltige Produktion. „Meine Stoffe beziehe ich, mit Ausnahme der Seide, alle aus Europa“, sagte Ruétz. „Verarbeitet werden sie dann komplett in Österreich.“

Herausgekommen ist dabei in dieser Saison die Kollektion, die sich ausführlich „Die 4 Ringe der Offenbarung. Kapitel III. Die Jungfrau“ nennt. Denn wenn es nach der charmanten Rothaarigen geht, hat jede Frau (mindestens) vier Facetten. So hießen die vorangegangenen Linien „Die Heilige“ und „Die Märtyrerin“. Im nächsten Herbst/Winter dürfen wir uns auf „Die Hexe“ freuen. Das lässt Düsteres vermuten. Jungfräulich wird es nun aber erst einmal mit zarten Pastell- und Nudetönen, die für die Leichtigkeit dieser femininen Seite stehen.
Kommentar schreiben
Name
Überschrift
Ihr Kommentar