Frühjahr/Sommer 2012: Wood Wood Sportliche Parade

 

Das dänische Label präsentierte erstmals in Berlin. Und zwar Camouflage-Muster und lässige Baumwoll-Stücke. Typisch: hohe Taillen
Text: Hanna Janzen
Army trifft College
Direkt nach der Patrick Mohr Show im Zelt, flitzten ein Dutzend Menschen offsite zur Wood Wood Show in Wedding. Für die erste Berlin-Show des 2002 gegründeten Labels aus Dänemark, wurde ein altes Fabrikgelände zum Runway umgebaut. Mit Bierbänken als Sitzgelegenheiten.

Die Models zeigten sich wie erwartet in lässiger Attitude mit strenger Mimik. Geschminkt waren sie in Neontönen, auch in ihren langen Flechtezöpfen fanden sich neonpink und -orangefarbene Bänder, die die komplette Kollektion akzentuierten. Das Highlight des Stylings: Blonde, angeklebte Zöpfe. Die Männer bekamen Caps als Kopfbedeckung.

Absolut typisch für Wood Wood: Weite Hosen und Jacken, High-Waist-Shorts, ein paar weite Kleider, als Material fast ausschließlich Baumwolle. Abgefahren: ein Männerjumpsuit.

Interessant zu sehen war, dass Wood Wood weiterhin am Army-Trend festhält. Camouflage-Muster tauchen weiterhin und in verschiedenen Farbgebungen auf, Parkas und die Farbe Olive bestimmen einen Teil der Kollektion. Große, robuste Rucksäcke sind das passende Accessoire, auch wenn sie nur zu einem Bikini kombiniert werden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Looks, die wir bisher auf den Laufstegen gesichtet haben, traut sich Wood Wood neben den Erdtönen auch an richtige Farben. Rot, Waldgrün und Royalblau tauchten sowohl bei Mann als auch Frau auf, pastellige Neontöne untermalten die Sommerstimmung und bunte Socken in Sandalen wirkten witzig-cool.

Vor allem die Männerkollektion im „Military meets College“-Stil schrie nach Aufmerksamkeit. Frauen tragen hautenge Röhren und kastige Kleider im Clean-Chic.

Insgesamt machte diese Schau Lust auf mehr skandinavische Inspiration – hier in Berlin.
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