Herbst/Winter 11/12: C'est tout Retro-Musen
Mit klassischen Shift-Kleidern, schicken Tweed-Jacken und hautengen Cordhosen träumt sich das Label in die 50er- und 60er-Jahre zurück – und erfindet deren Stilikonen neu.
Text: Veronika Schaller
Alles, was eine Frau braucht, ist ein gut passendes Kleid, beschlossen Katja und Michael Will 2007 und gründeten das Label C`est tout, zu deutsch „Das ist alles“. So ist auch die Idee für den Labelnamen auf ein Zitat Coco Chanels zurückzuführen: Ein Kleid ist alles, was eine Frau braucht, „c’est tout“, hat sie gesagt.Auch in der aktuellen Kollektion ist es zu finden, das perfekte Kleid. Gerade geschnitten, ohne Schnörkel, mal als Shift-Version à la Audrey Hepburn, mal mit langen Ärmeln. Unter dem Show-Titel „Muse Model Maniac“ liefert das Duo eine Hommage an die Stilikonen der 50er- und 60er- Jahre, lässt aber verschiedene Strömungen einfließen. Zu sehen sind Kastenjacken oder Röcke aus Tweed (auch so Coco Chanel), 7/8-lange Cordhosen, Pelze über fließenden Seidenkleidern oder -hosen. Aber durch moderne Elemente wie aufgesetzte Taschen im Military-Stil, mit glitzernden Goldfäden durchwobene Stoffe oder scharf geschnittene Ledertops, holt Designerin Katja Will diese Klassiker in die Moderne. Uns verriet sie mehr ...
© Mercedes-Benz Fashion Week
Katja Will: Unprätentiös sexy und tragbar.
Und was macht ihn so sexy?
Seit Anbeginn Kleider. Sie sind für mich der Inbegriff von Weiblichkeit. In der neuen Kollektion rücken aber auch besonders Röcke und Jacken aus Tweed in den Vordergrund.
Welchen Einfluss hat französische Mode auf Ihre Designs?
Paris schenke ich jede Saison meine Aufmerksamkeit! Die französischen Designer sind für mich wahre Inspiration.
Welche Rolle spielt die Stadt Berlin im kreativen Prozess?
Ich liebe diese Stadt. Sie bietet alles das, was ich brauche um kreativ zu sein: Leichtigkeit, Freiheit und meine Familie.
Was fasziniert Sie an früheren Stilikonen?
Ich bin begeistert von ihrer Attitüde. Selbstbewusst, sinnlich und außergewöhnlich – ihr Look war schick und cool zugleich.
Wie gehen Sie mit dieser Attitüde in Ihrer Kollektion um?
Der Look der Perfektion, in den 50ern auf die Spitze getrieben, wird bewusst gebrochen. Den Kern des Farbbilds bilden: Schwarz, tiefes Nachtblau, kräftiges Grün und satte, erdige Töne. Bronze und Gold lenken dabei den Blick.
Was wollen Sie mit Ihrer Mode transportieren?
Wer meine Kreationen trägt, soll die Liebe zum schöne Leben fühlen.













