Herbst/Winter 11/12: Mongrels in Common Im Wald mit dem Denver Clan

 

XL-Schleifen an Kleidausschnitten, luxuriöse Seide und dann ein praktischer Parka. Warum sie mit ihrer neue Kollektion den Denver Clan in den Forst schickten, verraten Christine Pluess und Livia Ximenéz im Interview.
Text: Veronika Schaller
© Mercedes-Benz Fashion Week
Die Verbindung von Kontrasten ist das Herzstück einer jeden „Mongrels in Common“-Kollektion. Das impliziert schon der Label-Name. Denn übersetzt bedeutet er „Gemeinsamkeit: Mischling“. So lassen die beiden „Mischlings“-Designer – Christine Pluess hat schweizerisch-spanische Wurzeln und Livia Ximenéz Carrillo peruanische – diesen Sommer bereits die Queen Jeans tragen. Für kommenden Winter machen sie aus zwei neuen Gegensätzen eine modische Einheit.
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AMICA Online: Welche Gegensätze verarbeiten Sie dieses Mal in eine Kollektion?
Livia: Dieses Mal haben wir uns den Denver Clan und die Forstwirtschaft vorgenommen. Wir stellen uns die Charaktere aus der 80er-Jahre-Kultserie bei einem Spaziergang durch den Wald vor.

Was kamen Sie denn darauf?
Christine: Inspirationen erreichen uns immer unverhofft. Wir saßen beim Mittagessen und eine von uns hatte die Melodie von Dallas im Ohr. Von Dallas kamen wir zu Denver Clan und als Kontrast passte die Forstwirtschaft perfekt dazu.

Welche Elemente faszinieren Sie an diesen Einflüssen?
Christine: Beim Denver Clan waren wir generell begeistert von der luxuriösen Dekadenz der Mode, angefangen von den Schleifenkleider bis hin zu den glamourösen Morgenmänteln. Bei der Forstwirtschaft bedienten wir uns der Funktionalität der Försterkleider und der Farbharmonie.

Und wie haben Sie das in Ihre Designs übertragen?
Livia: Wir verwenden unglaublich hochwertige Materialien wie Kaschmir, Seide und Spitze. Auch große Schleifen, Knoten und viele Falten finden sich in unseren Kreationen wieder!
Praktisch Luxus
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Was ist typisch „Mongrels in Common“ an der Kollektion?
Christine: Mit der Vermischung aus gradliniger Klassik und weich fallenden, femininen Drapierungen bleiben wir unserem typischen Look treu.

Livia: Außerdem dienen unsere Piercings weiterhin als Verschlüsse. Daran erkennt man eine „Mongrels in Common“-Bluse sofort.

Was ist neu?
Livia: Fake-Fur und unser fotorealistischer Print auf Seide und Samt.

Christine: Als Livia mit Grippe krank im Bett lag, trank sie Lindenblütentee und schickte mir ein Foto davon auf mein Blackberry. Wir fanden das Bild der Pflanze so toll, dass wir es gleich in einen Druck umsetzten.

Was ist Ihr „Mongrels in Common“-Must-Have für nächsten Winter?

Christine: Der Luxus-Parka aus Kaschmir gefüttert mit Fake-Fur – dekadent aber funktional.

In den letzten beiden Kollektionen haben Sie Accessoires aus Lachsleder von Nanai verwendet. Spielt es wieder eine Rolle?
Livia: Nein, diese Saison verwenden wir normales Leder. Weil es keine Fische im Wald gibt, passt es besser zur aktuellen Kollektion (lacht).

Warum haben Sie den Bärensaal des alten Stadthauses als Location gewählt?
Livia: Wir möchten die Atmosphäre der Show so gestalten, dass es mit unserer Kollektion harmoniert. Da wir diese Saison uns vom Glamour des Denver Clans inspirieren ließen, ist der Bärensaal die perfekte Location.

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